Montag, 28. Juli 2014

Erinnerung an die Kartause Maria Hain

„Fast 100 Jahre lang waren die Mönche mit ihren weißen Kutten ein vertrautes Bild in Unterrath. Durch die Ausdehnung von Düsseldorf und die Erweiterung des Flughafens Düsseldorf wurde die für Kartäuserklöster nötige Stille aber gestört. 
Der Konvent zog daher 1964 um. 
Das 1869 erbaute Kloster Hain, das dort stand, wo sich heute die Frachtstraße des Flughafens befindet, wurde später abgerissen."

Gedenkstätte für die Kartause Hain
1994 wurde in Unterrath durch Initiative des Bürgervereins Unterrath eine Erinnerungsstätte an die Kartause Maria Hain in der Nähe des früheren Standortes im Kartäuser-Park an der Unterrather Straße geschaffen. Mittelpunkt ist eine vom Düsseldorfer Bildhauer Karl-Heinz Klein gefertigte 2,20 Meter hohe Bronze-Statue eines Kartäuser-Mönches, daneben steht ein Modell des ehemaligen Klosters. 

"Ich kannte schon als Kind die Mönche. Die hatten einen riesigen Obstgarten und deshalb haben wird dort immer an St. Martin gesungen, um einen Apfel zu erhalten", erinnert sich Trost. 
In Notzeiten durfte seine Familie einmal im Monat an der Pforte Suppe und Brot und ein wenig Geld abholen.“

Quelle - Erinnerung an die Mönche wachhalten


Siehe auch besonders HIER.



Sonntag, 27. Juli 2014

Kartäuserkonvent N. S. Medianeira, Brasilien

Der international besetzte Konvent der Kartäuser der brasilianischen Kartause „Nossa Senhora Medianeira“ umfasst derzeit zehn Mönche. Unter ihnen befinden sich drei Brasilianer und einer aus Kolumbien. 

Das Foto zeigt die Kartäuser von Medianeira gemeinsam mit einigen Gästen.




Samstag, 26. Juli 2014

Bruno der Kartäuser - Brief an Radolf, Propst in Reims (15/15)

Abschied.

-XX- Ich habe das kleine Maß eines Briefes bei weitem überschritten, denn da ich Dich nicht persönlich anwesend haben kann, wollte ich zumindest bei der brieflichen Korrespondenz etwas länger verweilen.

Ich hoffe inständig, dass es Dir gut geht und Du meine Ratschläge überdenkst.
Bitte, übersende uns Deine Vita des hl. Remigius, sie ist in unserer Gegend nirgends zu finden.

Leb wohl!


Freitag, 25. Juli 2014

Bruno der Kartäuser - Brief an Radolf, Propst in Reims (14/15)

Brunos eindringliche Bitte: Höre auf den Heiligen Geist!

-XVIII- Mein Bruder, ich möchte wünschen, dass Du die Mahnung des Freundes nicht zurückweist, dass Du nicht mit taubem Ohr die Worte des Heiligen Geistes hörst und dass Du meine Hoffnung und lang gehegte Erwartung erfüllst. Lieber, guter Freund, lass meine Seele nicht länger in Kummer, Unruhe und Angst.
Wenn Du nämlich — was Gott verhüten möge - aus dem Leben scheidest, ehe Du die Verpflichtung aus dem Gelübde eingelöst hast, würdest Du mich in steter Traurigkeit und ohne Trost und Hoffnung zurücklassen.

-XIX- Daher bitte ich Dich ganz inständig, schon allein um des Gebetes willen eine Wallfahrt zum hl. Nikolaus (nach Bari) zu machen und von dort zu mir zu kommen und Dich zu überzeugen, dass ich Dich mehr liebe als irgendeinen sonst. Wir können dann im persönlichen Gespräch unsere Angelegenheiten, unser Ordensleben und alles, was dem gemeinsamen Nutzen dient, besprechen.

Ich vertraue auf Gott, dass es Dich nicht reuen wird, die Mühen einer solchen Reise auf Dich zu nehmen.


Donnerstag, 24. Juli 2014

Bruno der Kartäuser - Brief an Radolf, Propst in Reims (13/15)

Gott ist das einzig Wichtige, das einzige Gut und von unvergleichlicher Anziehungskraft und Schönheit.

Die Seele, die das erfasst, hungert nach mehr. Aus Liebe.

-XVII- Aber die göttliche Liebe ist bei weitem besser und nützlicher. Denn nichts ist so gut und so nützlich, nichts der menschlichen Natur so zu eigen und angemessen als das Gute zu lieben. Aber wer sonst ist gut, außer Gott? Besser: Was sonst ist gut „außer Gott allein" (Lk 18,19)?

Das ist auch der Grund, warum die begnadete Seele mindestens ein wenig von der unvergleichlichen Pracht der Klarheit und Schönheit dieses Guten spürt und von der Glut der Liebe entzündet, ausruft: „Meine Seele dürstet nach Gott, dem starken und lebendigen. Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen?" (Ps 42 [41],3).


Mittwoch, 23. Juli 2014

Bruno der Kartäuser - Brief an Radolf, Propst in Reims (12/15)

Bruno fragt: Was fällt dir so schwer? Sein Vergleich mit den weltlichen und zukünftigen Gütern zeigt doch, dass man durch Verzicht mehr gewinnt als verliert. Weltliche Güter und Reichtum sind trügerische Werte. Radolfs Würde als Propst ist gefahrvoll, sein Dienst, eine Herrschaft, ist eine Gefahr zur Ungerechtigkeit. Sie kann den Verlust der Liebe Gottes und der Gottesfreundschaft mit sich bringen.

-XVI- Was fällt Dir dies so schwer? Es bedeutet doch keinen Verlust und keine Minderung an Gutem, eher bringt es Dir selbst als dem, dem Du es erfüllst, Gewinn und Vorteil.

Trügerischer Reichtum darf Dich nicht abhalten, denn er vermag unserer Armut keine Abhilfe zu schaffen. Auch nicht die Stellung des Propstes, die man ohne große Gefahr für die Seele nicht ausüben kann. Denn - mit Verlaub! - es ist ebenso skandalös wie unrecht, fremdes Gut, dessen Verwalter und nicht Besitzer Du bist, für den eigenen Nutzen zu gebrauchen. Wenn Du Dir aus Verlangen nach Glanz und Ruhm einen großen Hausstand hältst, wird die Dir zustehende Pfründe kaum ausreichen. Musst Du dann - auf welche Weise auch immer - dem einen nicht wegnehmen, was Du dem anderen gibst? Das aber ist sicher mit Wohltätigkeit und Freigebigkeit nicht gemeint. Denn ohne Gerechtigkeit kann von Freigebigkeit keine Rede sein.

Ja, ich möchte Dich auch überreden, Dich von der göttlichen Liebe nicht dadurch abbringen zu lassen, dass Du dem erzbischöflichen Hause dienst. Gewiss, der Erzbischof hält viel auf Deine Ratschläge und verlässt sich auf sie, zumal man nicht leicht guten und nützlichen Rat findet.


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