Montag, 18. August 2014

Miek Pot – die falsche Kartäuserin

Am 14. August 2014 war Miek Pot bei Beckmann in der ARD (Mediathek, ca. ab Min.33). In dieser Sendung, wie auch in fast allen Artikeln über sie, wird sie als eine ehemalige Nonne beschrieben, die 12 Jahre in einem Kloster der Kartäuser gelebt habe. Auch bei Beckmann wurde sie so angekündigt. Doch, dass sie Kartäuserin gewesen sei, ist eine falsche Darstellung, ja eine Lüge, gegen die sie wider besseres Wissen, keinen Einspruch erhob. Auch auf ihrer eigenen Homepage und in vielen eigenen Artikeln bezeichnet sie sich als ehemalige Nonne der Kartäuser. Somit schmückt sie sich selbst mit falschen Lorbeeren und belügt alle ihre Hörer, Leser und Zuschauer.

Warum stellt sie sich ins Licht, wenn sie vorgibt, eine Kartäuserin gewesen zu sein? Der Orden der Kartäuser ist fast tausend Jahre alt und wurde von Bruno von Köln gegründet. Über Jahrhunderte hat sich diese Ordensgemeinschaft den Ruf erworben, ein strenges, diszipliniertes, entbehrungsreiches und kompromissloses Leben zu führen. Besonders in der jüngeren Geschichte zeigt sich auch, dass nur wenige Menschen bereit sind, dieser Berufung, in der Einsamkeit ein gottgefälliges Leben zu führen, folgen. Somit geht den Kartäusern ein wenig der Ruf des Elitären voraus. - Außerdem gibt es so viele Ausschmückungen des Kartäuserlebens, die mit der Wirklichkeit nichts gemein haben; etwa die Mär von den Kartäusern, die in ihren eigenen Särgen schlafen oder, dass dieser Orden ein „Schweigeorden“ sei, was es, genau genommen, in der katholischen Kirche gar nicht gibt.

Was jedoch wahr ist: die Kartäuser sind entschiedene Gottsucher. Im Schweigen und in Einsamkeit, aber auch in ihrer Arbeit und den gemeinschaftlichen Übungen ist es ihr Sinnen, Gott die Ehre zu geben. Nur wegen ihm selbst, wegen dem Herrn Jesus Christus, tritt ein Katholik in einen Orden ein und erst recht in die Kartause. Hier gibt es nur wenig Ablenkung und Zerstreuung. Der Mensch wird auf sich selbst zurück geworfen, muss sein eigenes Elend, seine eigene Kleinheit erfahren und, was noch wichtiger ist, aushalten, und sich selbst Gott ohne Bedingungen unterwerfen. Das Kartäuserleben ist ein entschiedenes Leben des Gebetes und der Kontemplation. Er, Christus, will dieses Leben formen und umgestalten.  Somit wird ein Kartäuser quasi von Berufswegen zum Spezialisten für Gebet, Kontemplation, Schweigen und Einsamkeit. Wollte Miek Pot einfach nur davon profitieren, dass sie sich stets als ehemalige Kartäuserin bezeichnet?  - Nun gut, dass sie keine Kartäuserin war sondern „Bethlehem-Schwester“ fällt vielleicht wirklich nur denjenigen auf, die sich ein bisschen auskennen. Kommen wir deswegen zu dem entscheidenden Punkt.

Wenn jemand wie Miek Pot, über zwölf Jahre Erfahrung im Klosterleben besitzt und dazu noch in einem mit strenger Klausur, wenn sie ein Buch über dieses Leben schreibt und in Zeitungen und Zeitschriften über sich berichten lässt und im Fernsehen auftritt, aber höchsten in einem Nebensatz von Gott redet, kaum von Jesus Christus, - dann frage ich mich, ob sie nicht etwas entscheidendes verpasst hat. Das wichtigste im Mönchsleben, im Leben einer Nonne, kommt bei ihr kaum vor. Sie spricht über das Schweigen und die Einsamkeit und vergisst die göttlichen Personen. Miek Pot ging nicht ins Kloster um Gott zu dienen, ihn anzubeten und zu verherrlichen, auch nicht um fürbittend für andere Menschen vor Gott zu stehen; allein, sie wollte Erfahrungen machen.

Miek Pot hat im Jahr 2011 im Lübbe Verlag ihr deutsches Buch herausgegeben „In der Stille hörst du dich selbst. Meine 12 Jahre in einem Schweigekloster“.  Bereits der Titel weißt darauf hin: es geht um die Erfahrung von Stille, um gemachte Erfahrungen und um den esoterischen Begriff „Schweigekloster“. Der Verlag tut sein übriges dazu und schreibt „Angezogen von der Aussicht auf Stille tritt sie in den Kartäuserorden ein“ um weiter fortzufahren „Fast zwölf Jahre verbringt sie im Schweigen, einem Seinszustand, den sie als inspirierende Versenkung und Weg zu sich selbst empfindet“. Welche besseren Voraus-setzungen bedarf es also, dieses Buch als Bestseller in den Esoterikabteilungen der Buchläden, auch und gerade der Klosterbuchhandlungen, anzubieten um ein Verkaufsschlager zu werden?

Die Suche nach Stille und „Rettung aus einem ausschweifenden Leben" hat die gebürtige Niederländerin Miek Pot einst ins Kloster geführt. Im Jahre 1987, schreibt sie, sei sie in ihr „Kartäuserinnenkloster" eingetreten, das zur „katholischen Kirche" gehöre. Sie gehörte aber einem 1950 entstandenen Orden an, der sich zwar zum Teil an der Spiritualität der Kartäuser orientiert, mehr noch aber auch an der Lebensweise des östlichen Mönchtums. Die Schwestern nennen sich, und werden allgemeinhin so genannt: „Bethlehem-Schwestern". Offiziell ist ihr Name „Monastischen Familie von Bethlehem, der Aufnahme Mariens in den Himmel und des heiligen Bruno".

Schon während ihres Geschichtsstudiums, das sie eher als eine Party ansah, denn als ernsthaftes Studium, spürte Miek Pot den Drang, sich mit Spiritualität zu beschäftigen. Sie übte Zen in einem Trappistenkloster und ging für ein Jahr in ein Benediktinerinnenkloster ihrer Heimat, dessen Schwestern ihr aber zu alt erschienen, um selbst dort einzutreten. Die „zahlreichen Gesangsstunden und die täglichen Freizeitmomente", die sie mit Menschen verbringen musste, die sie sich „nicht selbst ausgesucht hatte", empfand sie als „Einschränkung auf meinem Weg nach innen".

Während ihrer Zeit in der Monastischen Familie von Bethlehem lebte Miek Pot in zwei verschiedenen Gemeinschaften. Eingetreten war sie in das heute nicht mehr bestehende Kloster in „Marche-les-Dames" in den Ardennen, unweit von Namur. Aus gesundheitlichen Gründen schickte man sie in ein südfranzösisches Haus in der Nähe der berühmten ehemaligen Zisterzienserabtei „Le Thoronet".

Der Leser des Buches erfährt manch interessantes Detail aus diesem Leben in der Stille, fragt sich aber, ob sie alle stimmen können. Die Schwestern im Noviziat wurden durch die „Johannes-Brüder“ in Theologie unterrichtet. Diese seien mit ihrer „förmlich vor Rom-Hörigkeit triefenden Theologie“ „katholischer als der Papst" gewesen. Interessant auch, dass sich die Nonnen ihre Haare nicht schneiden durften und ihr selbst die Haare bis zum Gesäß reichten; - wohl angelehnt an einen Brauch im östlichen und frühen Mönchtum, wo man die Rasur bei Mönchen nicht kennt. Tatsächlich dürfen die Haare jedoch gemäß den Vorschriften des Ordens geschnitten werden.

Miek Pot suchte die Stille und die Schönheit. Sie verstand darunter beispielsweise auch ihre Weiblichkeit. So habe es im Kloster keinen Spiegel gegeben haben. Sie erbat sich dann einen und bekam tatsächlich eine Spiegelscherbe. Gerne hielt sie ihr Gesicht in die Sonne, um braun zu werden. In der Fastenzeit machten die Schwestern „Übungen“, bei denen sie sich „mit dem Gesicht nach unten zu Boden" warfen. Dies sei „einige Hundert Mal am Tag" geschehen. Ihr seien diese Übungen zwar „gegen den Strich" gegangen. Sie akzeptierte sie aber, weil sie aufgrund mangelnder Bewegung „vermutlich gesund und auch notwendig" gewesen seien. Sie verschweigt dabei, dass sowohl der Begriff „Metanoia", als auch die in ihrer Gemeinschaft gemachten Übungen, in Wirklichkeit dem östlichen Mönchtum entlehnt waren. Die Gläubigen werfen sich vor dem Kreuz oder vor Ikonen nieder, beziehungsweise sie verneigen sich vor ihnen und bekreuzigen sich. Es sind Zeichen der Anbetung oder der Buße.

Die Ehemalige Nonne wurde später wieder aus Südfrankreich zurück in das Ardennenkloster zurück versetzt. Von hier aus sollte sie, ob ihrer niederländisch-flämischen Muttersprache, den Orden mit unterstützen und eine Gründung im flämisch-sprachigen Belgien vorbereiten. Bei der Gründung eines Klosters gelte es, viele bürokratische und finanzielle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das fiel ihr nach eigenem Bekunden aber schwer und sie litt darunter. In jener Zeit seien auch die neuen Ordensstatuten bearbeitet worden und mussten jetzt im Alltagsleben umgesetzt werden. Miek Pot fühlte, dass dadurch ihre „bisherigen Bezugssysteme" zusammengebrochen seien. Ihr waren all diese Dinge zuwider und führten schließlich zu ihrem Entschluss, den Orden zu verlassen.

Die Lektüre des Buches ist stellenweise wirklich interessant, besonders im ersten Drittel. Doch tatsächlich kann der gewählte Untertitel dem Inhalt des Buches nicht gerecht werden, denn lediglich zwischen den Seiten 21 und 88 wird über das Klosterleben berichtet. Der Größte Teil ihres 235seitigen Werkes, das in seiner deutschen Ausgabe aus zwei im niederländischen original erschienene Bücher entstanden ist, widmet Miek Pot indes spirituellen Impulsen über das Sitzen, das Schweigen, die Stille oder die Kontemplation, wie man sie ähnlich in so vielen Werken auf dem esoterischen Buchmarkt finden kann. Substanzielles über den geistlichen Weg der Autorin ist dabei nicht zu entdecken. Auch, und das habe ich oben bereits angedeutet, vermisst der Leser etwas dezidiert „Katholisches" in einem Buch, das doch über zwölf Jahre Leben in einem katholischen Orden berichten möchte. Jedenfalls kommen Jesus Christus und Gott in dem Buch, außer als Randbemerkungen, nicht vor.

Außerdem finden manche Fachbegriffe eine unpräzise Verwendung. Die Priorin des Klosters wird einmal als „Beichtschwester" bezeichnet. Meistens aber wird sie im Buch „Starets" oder „Starezi" genannt. Pot meint damit ihren „persönlichen Coach", Richtig wäre „Starez" in der Bedeutung von „geistlicher Führer", nicht jedoch in der Bedeutung von „Beichtvater" zu wählen. Besonders in der Philokalie, einer Sammlung der Lehren des östlichen Mönchtums, wird der „Starez" als ein Lehrer des geistlichen Lebens beschrieben, der in der Darstellung des Jesusgebetes besondere Bedeutung gewann.

Miek Pot hat eine Chance vertan, zum Wesentlichen der Suche nach Stille vorzudringen, die kein Selbstzweck sein kann, weil sie für den Christen immer die Suche nach Gott beinhaltet. Aber vielleicht war dies auch nicht das Ziel des Buches.

Ja, ich bin sicher, es war nicht ihr Ziel. Vielmehr hat sie schnell erkannt, dass sie mit ihren „Erfahrungen“ Geld verdienen kann. Sie hat gespürt, dass sie damit Menschen anspricht, dass sie das Zeitgefühl dieser Dekade getroffen hat.  Miek Pot leitet und besitzt heute ein eigenes Meditationszentrum in den Niederlanden. Sie reist viel und schreibt über ihr Thema, auch in Deutschland und auch in katholischen Zeitschriften.

Aus katholischer Sicht ist sowohl von dem Buch als auch von anderen Aktivitäten um die Person von Miek Pot abzuraten.

Den Medien ist zu raten, dass sie nicht in weiten Teilen die Dummheit und Unwissenheit der Menschen voraussetzen, sondern besser recherchieren. Doch dies ist alleine mit „geschulten“ sondern nur mit gebildeten Mitarbeitern möglich.





Kommentare:

  1. Ich habe die Sendung nicht gesehen und das Buch nie gelesen, der Name Miek Pot ist mir aber aus der Esoterik-Ecke her bekannt.

    Mich erinnert dein post sehr an meine Leseerfahrung bei "Was in zwei Koffer passt: Klosterjahre" von Veronica Peters. Das war flüssig zu lesen, wirklich viel über den Alltag im Kloster, das soziale Miteinander der Schwestern, singen, beten. Und dennoch, ich habe es ja gelesen, weil ich von einer Begegnung mit Gott lesen wollte, weil ich neugierig war, welche Worte sie wählt für das Unbeschreiblich, wie sie beschreibt, was es mit ihr macht, wie es verändert oder was dem standhält. Aber von Gott habe ich in dem Buch nichts erfahren.
    Das Wort Gott kommt selten vor.

    Aber ist interessant. Haben sie sich Gott angeboten oder glauben sie es nur? Standen sie IHM nie offen zur Verfügung (was doch meiner Einschätzung nach der Sinn des Klosterlebens ist)?
    Und, oh je, geht es mir vielleicht gerade genauso? Dass ich annehme, dass ich gottgefällig lebe und mich dabei doch gegen ihn sperre?

    Und so sind auch diese Bücher Werkzeug.

    Liebe Grüße,
    Huppicke

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    1. Liebe Huppicke, Mit dem letzten verstorbenen Papst möchte ich Dir zurufen, was er zu Beginn seines Pontifikates den Gläubigen zurief: Non abbiate paura! (Habt keine Angst!). Habe Du auch keine Angst! Du suchst Gott, Du bist auf dem Weg zu Ihm, weil Du Ihm gefallen willst, Ihm nachfolgen. Es wäre sicher anders, wenn Du darauf aus wärest, wie viele Menschen auf dem Gebiet der Eseterik (Yoga, Zen usw), denen es wesentlich um "Erfahrungen" geht. Sie wollen Erfahrungen von Gott machen, vergessen aber ganz, dass der Kreuzweg ein schwerer Weg ist. Nachfolge ist Kreuz! Und Nachfolge sind die kleinen Dinge im Alltag, die Du mit Gottes Hilfe und Gnade voller Liebe und in Geduld erledigst, die Sorgen Deiner Kinder anhörst und sie tröstest usw. In unserem Leben hier auf Erden, dem Alltag, sollen wir uns aber auch täglich und immer wieder ganz bewußt Gott schenken, Ihm sagen, wie wir Ihn lieben und wie gerne wir bei Ihm verweilen möchten. Beten wir! Beten wir um viel Geduld, um die Gnade treu und wahrhaftig dem Hern folgen zu dürfen!

      Non abbiate paura! - Ja, das Leben ist das Werkzeug, uns von uns selbst frei zu machen. Dabei helfen auch Erkenntnisse, die wir in solchen und anderen Büchern haben.

      Gott befohlen!

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  2. Applaus für diesen Beitrag. Ich habe mir damals auch das Buch gekauft und es gelesen und war ähnlich enttäuscht und ärgerlich darüber, dass Werbung und Inhalt nicht zusammen passen. Schade, ich hätte den Fernsehbeitrag gern gesehen, um die Dame auch mal "lebendig" in Augenschein zu nehmen. Ich frage mich auch - und finde noch keine Antwort - wie man es so lange bei den Bethlehemschwestern "aushalten" kann und dann so wenig mitnimmt. Die Frage bewegt offensichtlich auch ihre ehemaligen Mitschwestern.

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    1. Danke für Ihre Kommentare! Wie von mir angegeben können Sie Beckmann z. Zt. noch in der Mediathek ansehen, siehe den Link. Ich sah die Sendung auch erst dort. Was Sie sich fragen kann ich gut verstehen. 2012 habe ich in zwei Klöstern der Ordensfamilie recherschiert. Die Schwestern haben und hatten es nicht einfach mit dem Buch und der Autorin.

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  3. Die "Metanien" sind mir in der Liturgie der Schwestern auch aufgefallen. Die Ostkirche und die Schwestern kennen "kleine" und "große" Metanien. Bei ersteren wird eher symbolisch mit der Hand der Boden berührt - verbunden mit einer tiefen Verneigung. Die "große" Metanie ist eine Niederwerfung, insbesondere vor dem Kreuz, Christusbild oder Tabernakel. Zusammengenommen wird es sicher einige Dutzend solcher Metanien geben, wirkliche "Niederwerfungen" im Sinne von Miek Pot sind aber eher selten, sicher aber nicht mehrere hundert Mal am Tage.

    Ich hatte mir nach meinem Besuch bei den Schwestern im Kloster Marienheide folgendes notiert. "Unbedingt abzuraten ist von der Lektüre des Buches von Miek Pot „In der Stille hörst du dich selbst - Meine 12 Jahre in einem Schweigekloster“. Auch wenn das Buch als Erfahrungsbericht einer "Kartäuserin" verkauft wird, so geht es u.a. um das Kloster der Betlehemschwestern in Opgrimbie in Belgien. Man erfährt so gut wie nichts über das Leben im Schweigekloster und seine Grundlagen. Am Ende hat man das Gefühl, als habe die Verfasserin in den 12 Jahren kaum etwas über das Klosterleben verstanden. Angenehm fand ich, dass sie ohne Verbitterung gegangen ist und versöhnt auf ihre Zeit zurückschaut. Miek Pot hat scheinbar einen so großen Abstand zu dieser Zeit, dass die Jahre im Orden eher die Folie für ihr heutiges Denken bilden. Was sie letztlich aus dem Kloster herausgebracht hat, ist mir nicht ganz klar geworden. Vermutlich hat sie den klassisch - christlichen Gottesglauben verloren. Daher erscheint ihr das Leben in der Stille - ganz für Gott - sinnlos und das Leben unter und mit den Menschen ist wieder ihr Ding geworden. Das Buch dient wohl eher der (legitimen) Selbstvermarktung als Spiritualitätstrainerin und Coach. Daher macht die Beschäftigung mit der Zeit im Orden nur einen kleinen Teil des Buches aus."

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    1. Zu den Metanien könnte man weiter ausholen, was ich jetzt hier nicht will; nur soviel dazu: in der Fastenzeit haben sie eine andere Intensität als im übrigen Kirchenjahr.
      Zwar geht es in dem Buch um das von Ihnen genannte Kloster, das gegründet werden sollte mit Unterstützung der Autorin. Sie war jedoch nie dort, auch nicht in der Aufbauphase.
      Ich bezweifle, dass Miek Pot einen echten Gottesglauben je besaß, denn dann hätte sie es wirklich keine 12 Jahre ausgehalten. Ihr ging es um etwas ganz anderes. Sie wollte "Erfahrungen" machen!
      Den Sinn klösterlicher Observanzen hat sie nicht einmal verstanden.
      Im übrigen: in der Regel geht es Menschen, die ihr Klosterleben verlassen haben und meinen darüber schreiben zu müssen, stets darum, sich selbst, ihr Verhalten und ihre Entscheidungen zu rechtfertigen. Darin unterscheiden sie sich kaum von anderen Menschen in bzw. nach Krisen.

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    2. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand 12 Jahre in ein Kloster geht, dazu noch in einen derart strengen Orden, nur um Erfahrungen zu sammeln und danach wieder zu gehen. Wer ein Wochenende oder einen längeren Zeitraum bewusst in Einsamkeit, Stille und Gebet verbracht hat weis von was ich rede. Das Buch ist nicht eine Lebensbeichte an uns sondern ein Erfahrungsbericht und Anleitung zur Selbsthilfe und selbstverständlich schreibt man Bücher um sie zu verkaufen UND um eine Einstellung oder Überzeugung zu verbreiten. Lasst es einfach so stehen lest es oder lasst es bleiben.

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    3. So einfach kann man es sich heutzutage leider nicht machen. Es geht nicht darum, jeden nach seiner Facon selig werden zu lassen. Es geht darum, die Wahrheit zu sagen und auf die Verderbnis hinzuweisen. Pot verführt und macht ein großes Geschäft damit. Das muss man erkennen und wissen.

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