Samstag, 22. August 2015

Pater Anton Jans – Kartäuser und Mystiker

Pater Anton Jans wurde am 22. August 1903 als Hans Jans in Nottwil in der Schweiz geboren. Als Kind wuchs er im Kreise seiner treu katholischen Familie auf. Die Schulbildung erhielt er in der Volksschule in Ballwil, der Mittelschule in Beromünster (1917-21) und dem Gymnasium des Benediktinerklosters Engelberg (1921-25). Im Jahre 1926 trat er in die Schweizer Kartause La Valsainte ein. Dort bekam er den Ordensnamen Anton. Schon früh hatte er gesundheitliche Probleme, doch der Orden schickte den jungen Mönch nicht einfach weg. Er durfte bleiben, die feierliche Profess ablegen und am 4. Oktober1931 die Priesterweihe empfangen. Unmittelbar nach der Priesterweihe schickten ihn seine Oberen wegen seiner lebensbedrohlich gewordenen Herzkrankheit in die südfranzösische Kartause Montrieux (Provence). Man hoffte, ihm durch einen Ortswechsel Erleichterung verschaffen zu können. Aber nur wenige Monate später, am 28. Februar 1932, ist Pater Anton Jans gestorben.



Der Mönch, der 1934, dem Jahr der Erscheinung des Buches, als Autor nicht genannt sein wollte und gemäß dem Brauch des Kartäuserordens auch nicht zu seinen Lebzeiten genannt wurde, war Pater Gerard Ramakers. Er wurde 1896 in Echt, unweit der deutschen Grenze, im niederländischen Limburg,  geboren. Im Jahr 1917 trat er, wie einige Jahre später der junge Hans Jans,  in die Kartause La Valsainte ein, wo er im Jahre 1918 Profess ablegte. Von seinen Oberen wurde er 1923 zum Novizenmeister ernannt. Als Novizenmeister von La Valsainte hatte Pater Gerhard Ramakers einen großen Einfluss auf eine begeisterte junge Generation von Kartäusern, unter denen sich auch Pater Anton Jans befand. Neben mancherlei Stationen in verschiedenen Häusern des Ordens, verbrachte er die letzten Jahre seines Lebens in der deutschen Kartause Marienau, wo er am 3. April 1984 gestorben ist.

Der in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts bekannte Münchner Theologieprofessor Prälat Dr. Martin Grabmann schrieb als Herausgeber des im „Verlag Ars Sacra“ erschienenen Buches „Anton Jans. Ein Mystikerleben der Gegenwart“ ein Geleitwort. Darin heißt es: „So möge dieses Büchlein, das für den Theologen, für den gebildeten Laien und auch für den einfachen Gläubigen gleich verständlich geschrieben ist, hinausgehen als Künder der Wirklichkeit einer Welt des Übernatürlichen, als Mahner zur Besinnung auf die Übernatürlichen Lebenskräfte, die in der Kirche geborgen sind, als Tröster und Wegweiser im Ringen und Kämpfen hochgemuter gottsuchender und liebender Seelen, als Zeuge für die unvergängliche Wahrheit, für den tiefen Erkenntnis- und Lebenswert der in dieser Schrift so oft angeführten Worte Christi: ‚Wenn Mich jemand liebt, und Mein Vater wird ihn lieben und Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen“ (Joh. 14, 23).‘“

Anton Jans. Ein Mystikerleben der Gegenwart“ kann noch antiquarisch erworben werden, es ist jedoch recht teuer, und dazu ist nicht jeder Interessierte heute noch in der Lage, ein Buch zu lesen, das in Fraktur gedruckt wurde. So ist es als Glücksfall anzusehen, dass ein Liebhaber des alten Buches und von Pater Anton, sich der Mühe unterzogen hat, alles abzuschreiben, neu zu setzen und als Buch und als E-Book neu herauszugeben. Der neue Titel lautet „Pater Anton Jans. Kartäuser und Mystiker“.

Pater Anton Jans: Kartäuser und Mystiker
(Hrg. Martin Grabmann), Neuauflage August 2015
Taschenbuch: 190 Seiten, Größe 12,7 x 1,2 x 20,3 cm
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform;
Auflage: 1 (11. August 2015)
ISBN: 978-1516835973
Euro: 15,95
(Kindle Edition  Euro: 6,90)

-          zum Buch: http://bit.do/antonjans
-          zum E-Book: http://bit.do/antonjansebook

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