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Dienstag, 26. August 2014

Gebet um die Erneuerung der Kirche

Erneuere deine heilige Kirche,
die du durch dein eigenes Blut erlöst
und von der Knechtschaft des Satans befreit hast,
in der Glut ihrer alten Liebe und Unschuld!
Erneuere insbesondere die kirchlichen
Orden und die Hirten und Obern deiner Herde,
damit sie deinen Schafen 
den Weg der Wahrheit künden
und im Werke selbst zu vollbringen trachten,
was sie mit dem Munde lehren!

Denn du selbst, o Herr, siehst mit deinen Augen,
in welches Elend und Unglück wir alle,
nicht ohne unsere Schuld, gefallen sind!
Nicht ungerecht bist du also,
wenn du uns zürnst.
Vor dir, o Herr, haben wir gesündigt!
Dich haben unsere Väter zum Zorn gereizt,
und wir haben ihre Wege nicht verlassen,
um dich mit ganzem Herzen zu suchen.

Darum hat uns mit Recht getroffen, was wir leiden.
Allein ich hoffe,
dass du endlich mit den erbarmungsvollen Augen 
deiner Milde auf uns herabsiehst, 
der du nicht bis zum Ende zu zürnen pflegst,
sondern nach dem Propheten (Habakuk 3,2)
dich deiner Barmherzigkeit erinnerst, 
wenn du gezürnt hast.

Auf diese Hoffnung bauend, bitte, flehe und 
beschwöre ich dich für deine des Trostes bare Kirche,
deren geringstes Glied ich bin,
ja das innerste Wesen deiner Liebe bestürme ich 
mit meinen Bitten, dass du uns allen, 
besonders denen, die von Nöten und 
Gefahren aller Art umgeben sind,
mit deiner gewohnten Güte zu Hilfe kommest,
dass du uns beschützest und mit deiner Gnade,
ohne die wir nichts sind, stärkest und verteidigest.
Amen."

Johannes  Justus Lanspergius, Kartäuser in Köln - (1488-1539)


Donnerstag, 6. Juni 2013

Deutsche Kartäuser und das „Herz Jesu“, 1

Wie im 13. Jahrhundert das Kloster zu Helfta, so war die Kölner Kartause im 16. Jahrhundert eine besondere Stätte der Herz-Jesu-Verehrung. Auch von hier stammen viele neue Schriften für die Verbreitung der Herz-Jesu-Frömmigkeit, die sich weit über ihre Zeit und die Grenzen Deutschlands erstreckten.

Es ist der Kartäuser Johannes Landsberger, auch Landspergius, (1490 – 1539) den man den Apostel der altdeutschen Herz-Jesu-Verehrung nennen kann. Sein Verdienst besteht darin dass er viel Schönes aus der deutschen Vorzeit in seinen Schriften zusammengefasst und zu wahren gewusst hat:

O welches Glück, alles Gute aus der
unerschöpflichen Quelle
des Herrn Jesu schöpfen zu können!
Wie trostreich, an dieser Quelle der reinsten
und süßesten Freuden sich nach Belieben
laben zu dürfen!
Wie überaus kostbar, ja unvergleichlich ist
der Wohlgeruch deiner Vollkommenheit, o Jesu!

Jesus ladet ein, hinzutreten zu diesem Altar,
zu diesem Heiligtum seines Herzens,
ja er zieht, wie von selbst, die er einladet, an sich heran.
Er ist der Führer derer, die er anzieht,
er stärkt sie so sehr, dass sie fürder, ohne Gefahr zu ermatten,
im Frieden seines Herzens ausruhen können.

O Liebe, unermessen groß,
Die uns aus Jesu Herzen fließt!
O süßes Herz,
Du öffnest weit die Allmacht deiner Güte,
Um uns zu retten um des Lebens Preis. 

(gefunden bei dicebatdismas)

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