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Dienstag, 8. Dezember 2015

CONCEPTIO IMMACULATA B. V. MARIAE - Die 8 decembris

GAUDENS GAUDEBO

INTROITUS.          
Is 61, l Oa-d.f

Gaudens gaudébo in Dómino, 
et exsultábit ánima mea in Deo meo: 
quia índuit me vestiméntis salútis, 
et induménto iustítiæ circúmdedit me, 
quasi sponsam ornátam monílibus suis.
Ps 29,2: Exaltábo te, Dómine, 
quóniam suscepísti me, 
nec delectásti inimícos meos super me. 
Glória Patri. Gaudens gaudébo.

Kýrie, eléison.
Glória in excélsis.

COLLECTA.           
Orémus.
Deus, qui per immaculátam Vírginis Conceptiónem
dignum Fílio tuo habitáculum præparásti : 
quaésumus, ut qui ex morte eiúsdem Fílii tui prævísa eam ab omni labe præservåsti /
nos quoque mundos eius intercessióne ad te perveníre concédas :
Per Dóminum.

LECTIO.      
Prov 8,22-35
Ab aeterno ordinata sum. Léctio libri Proverbiórum.
Dominus possédit me in inítio viárum suárum, ántequam quidquam fáceret a princípio; 
ab ætérno ordináta sum et ex antíquis, ántequam terra fíeret. 
Nondum erant abýssi, et ego iam concépta eram,
necdum fontes graves aquis, priúsquam montes demergeréntur,
ante colles ego parturiébar. Adhuc terram non fécerat et campos
et inítium glebae orbis terræ. Quando præparábat cælos, áderam,
quando certa lege et gyro vallábat abýssos, quando nubes firmábat sursum,
et prævaluérunt fontes abýssi, quando circúmdabat mari términum suum
et aquis, ne transírent fines suos, quando iecit fundaménta terræ,
cum eo eram ut ártifex: delectátio per síngulos dies
ludens coram eo omni témpore, ludens in orbe terrárum,
et deliciae meæ esse cum fíliis hóminum. Nunc ergo, fílii, audíte me:
beáti, qui custódiunt vias meas; audíte disciplínam et estóte sapiéntes,
et nolíte abícere eam. Beátus homo, qui audit me
et qui vígilat ad fores meas cotídie
et obsérvat ad postes óstii mei.
Qui me invénerit, invéniet vitam et hauriet delicias a Dómino.

RESPONSORIUM.           
a. Iudi 13,18b; 15,9b
Benedícta es tu, Virgo María, a Dómino Deo excélso præ ómnibus muliéribus super terram.
y. Tu glória Ierusalem, tu lætítia Israel, tu honorificéntia pópuli nostri.

ALLELUIA. 
Cf. Cani 4,7
Allelúia. V/.
Tota pulchra es, María, et mácula originalis non est in te. Allelúia.

EVANGELIUM.     
Lc 1,26-28
Léctío sancti Evangélii secúndum Lucam.
In illo témpore: Missus est ángelus Gábriel a Deo in civitátem Galilææ, cui nomen Názareth, ad vírginem desponsátam viro cui nomen erat Ioseph de domo David, et nomen vírginis María.
Et ingréssus ad eam dixit: “Ave, grátia plena, Dóminus tecum”.

Credo in unum Deum.
SUPER OBLATA.
Salutárem hóstiam, quam in sollemnitáte Immaculátæ Conceptionis beatae Vírginis Maríæ tibi, Dómine, offérimus, suscipe et praesta : ut sicut illam tua grátia præveniénte ab omni labe immunem profitemur / ita eius intercessióne a culpis ómnibus liberémur :
Per Christum.

COMMUNIO.        
Ps 86,3; Lc l,49a
Gloriósa dicta sunt de te, María: quia fecit tibi magna qui potens est.

POST COMMUNIONEM.          
Orémus.
Sacraménta quæ súmpsimus, Dómine Deus noster :
illíus in nobis culpae vúlnera reparent /
a qua Immaculátam beátæ Maríæ Conceptiónem singuláriter præservásti :
Per Dóminum.





Samstag, 15. August 2015

Entschlafung der Allerheiligsten Gottesgebärerin Maria

Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt
und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin,
denn zum Leben gingest du hinüber als Mutter des Lebens
und rettest uns durch deine Fürbitte vom Tode.
                                
Die im Fürbitten unermüdliche Gottesmutter
und in der Hilfe unerschütterliche Hoffnung
konnten Grab und Tod nicht halten
denn als Mutter des Lebens hat sie zum Leben geführt
Er, der einst ihren jungfräulichen Schoß zur Wohnung genommen.
                         
In dir, o reine Jungfrau,
werden aufgehoben alle Schranken der Natur,
denn beim Gebären bliebest du Jungfrau
und der Tod verlobt dich mit dem Leben
und als nach dem Gebären Jungfräuliche
und nach dem Tode Lebendige
rettest du allezeit, Gottesgebärerin, dein Erbe.




Montag, 8. Dezember 2014

In Conceptione Immaculata B.M.V.

Fest der Unbefleckten Empfängnis
der allerseligsten Jungfrau Maria

Introitus (Is 61,10; Ps 29,2)

Voll hoher Freude freue ich mich im Herrn,
und meine Seele frohlockt in meinem Gott;
denn Er kleidete mich mit Heil
und umhüllte mich mit Gerechtigkeit
und zierte mich wie eine Braut 
mit ihrem Brautgeschmeide.

Ich rühme Dich, Herr,
denn Du hast mich aufgenommen,
und ließest meine Feinde nicht
über mich frohlocken. - Ehre sei.

Aus dem Kartäusermissale

 



Dienstag, 7. Oktober 2014

Rosenkranzfest

Aus „Ferdinand Reisner SJ – eine Predigt von 1782 zum Rosenkranzfest“

Nun erzähle ich, was mir vor sieben Jahren zu München bey einem sterbenden Priester begegnet ist. Ich stand diesem marianischen Pflegkind in den letzten Zügen bey. Eine Viertelstund vor dem Tode gab er mir ein Zeichen, weil er damals nicht reden konnte, ich sollte den auf der Decke liegenden Rosenkranz um seinen Halz hinschlingen. Ich sagte: Euer Ehrwürden, sind sie getröstet, sie haben Mariam ihre Mutter recht kindlich verehret, geliebet, derer Ehre so viele Jahre in Congregationen befördert, diese liebe Mutter wird in Bälde kommen, und sie in den Himmel begleiten….Dann erhob der Sterbende seine Augen, sprach liebreich und fröhlich zu mir und etwelchen Umherstehenden: 

Maria, meine liebste Mutter, ist schon da, 
da ist sie, die Liebste, sehen sie selbe nicht? 

Mir und den Gegenwärtigen stunden die Augen in Freudentränen, und der Priester gab seinen Geist auf, ohne Zweifel in die Hände Mariä. Wer wünschet nicht so sterben zu können? Wer Mariam so krönet, so verehret in der Zeit, der wird so von Maria gekrönet, verherrlichet werden in der Ewigkeit. 

Ich beschließe diese Anrede mit jenen Worten, mit welchen der heilige Paulus sein Sendschreiben zun Römern endiget: Grüßet Mariam, welche Vieles für und unter euch gearbeitet, gethan und gelitten hat.

Grüßet sie andächtig mit dem Engel, 
flechtet ihr eine Krone, welche mit fünfzehn 
wichtigsten Glaubensgeheimnissen gleichsam 
mit so vielen Edelsteinen besetzet und gezieret ist. 
Betrachtet die dreyfache Reihen 
der freudenreichen, der schmerzhaften, 
der glorreichen Geheimnissen, 
und werdet durch derer Betrachtung reicher im Glauben, 
steifer in der Hoffnung, 
angeflammter in der Liebe zu Gott 
und dessen allerheilgste Mutter; 
ergreifet diesen Kunstgriff, 
die Abbethung des heiligen Rosenkranzes als ein Mittel,  
fromm zu leben, 
verdienstlich zu  bethen, 
selig zu sterben. 
Dann wird diese getreue Jungfrau, 
diese liebliche Mutter, 
diese mächtige Königinn, 
am Ende des Lebens zu meinen Schutzengeln sagen: 
Sammelt diesen guten Weitzen 
in die himmlische Scheuern, 
versetzet ihn in die ewige Freude des Herrn. 
Amen.


Die Jungfrau vom Rosenkranz erscheint einem Kartäuser in einer Vision
Fra. Juan Sánchez Cotán.

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