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Samstag, 8. November 2014

"Als unser heiliger Vater Bruno 
zusammen mit sechs Gefährten die Einöde betrat, 
folgte er den Spuren jener alten Mönche, 
die sich ganz dem Schweigen 
und der Armut im Geiste hingaben."
(Statuten)


Donnerstag, 23. Mai 2013

Über den Novizen

„In der Regel nehmen wir keine Novizen auf, die das zwanzigste Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Überdies sollen nur solche Bewerber aufgenommen werden, die nach dem Urteil des Priors und der Konventmehrheit ausreichende Schulbildung, Frömmigkeit, Reife und körperliche Gesundheit besitzen, um die Lasten des Ordens tragen zu können, und die sich für die Einsamkeit, aber auch für das Gemeinschaftsleben gut eignen.“

„Hingegen müssen wir bei der Aufnahme von Personen in vorgerücktem Alter vorsichtiger sein, da sie sich schwerer an die Observanzen und die Art unseres Lebens gewöhnen. Daher wollen wir nicht, dass jemand ohne ausdrückliche Erlaubnis des Generalkapitels oder des Reverendus Pater nach vollendetem fünfundvierzigsten Lebensjahr noch aufgenommen wird. […]“

(aus den Kartäuserstatuten, 8,3-4)

Der Novize erhält das Ordenskleid – Habit und Mantel, 
danach wird er unter Gebeten der Mönche 
vom Prior zu seiner Zelle geleitet.

Einkleidung im Kapitelsaal
Geleit des Novizen in seine Zelle



Montag, 6. Mai 2013

In all dem wollen wir uns

… „mit gelehrigem Herzen dem göttlichen Willen überlassen, und bedenken, dass wir uns durch die Prüfung der Krankheit auf die ewige Freude vorbereiten.

Und so lasst uns mit dem Psalmisten sprechen: Ich freute wicht als man mir sagte: Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“

(Kartäuser-Statuten, Kapitel 27.7, Die Kranken)


Samstag, 4. Mai 2013

Daher wird den einen geraten,

… „auf das Leiden Chri­sti zu blicken,
den anderen auf seine Erbarmungen.

So seien die einen stark im Dulden,
die anderen bereit im Helfen.

Jene mögen bedenken, dass sie Christus zu­liebe bedient werden,
diese, dass sie um Seinetwillen dienen.

Dann werden die ersteren sich nicht überheben
und die letzteren nicht ermatten.

Denn die einen wie die anderen erwarten
vom gleichen Herrn den Lohn für ihren Dienst:
jene für den Dienst ihres Leidens,
diese für den Dienst ihres Erbarmens."

(Kartäuser-Statuten, Kapitel 27.4, Die Kranken)


Freitag, 3. Mai 2013

Die Kranken aber werden ermahnt,

… „sorgfältig darauf zu achten, dass sie nicht durch unnötige oder unerfüllbare Wünsche oder etwa durch Murren ihre Pfleger betrüben.

Im Bewusstsein ihrer erwählten Lebensweise mögen sie bedenken, dass sie sich wie als Gesunde von den gesunden so auch als Kranke von den kranken Weltleuten unterscheiden müssen. Sonst werden sie - was Gott verhüte! - infolge ihrer Krankheit engherzig und vergeblich von Gott heimge­sucht.

(Kartäuser-Statuten, Kapitel 27.3, Die Kranken)


Donnerstag, 2. Mai 2013

Auch sollen wir auf jede Weise

… „jene ertragen, die an einer Nervenkrankheit leiden, die in der Einsamkeit besonders lästig ist. Denn sie sollen begreifen, dass sie zur Ehre Gottes beitragen können, wenn sie sich nur selbstvergessen und voll Zuversicht dem Willen dessen anheimstellen, der Vater ist.“

(Kartäuser-Statuten, Kapitel 27.2, Die Kranken)



Dienstag, 30. April 2013

Besondere Sorge und Barmherzigkeit

... „zeige der Prior den Kranken, Alten und Geprüften. Dasselbe legen wir auch allen ans Herz, denen die Kranken zur Pflege anvertraut sind. Alles Notwendige und Nützliche werde nach den Mitteln des Hauses liebevoll für sie be­schafft. 
 
Alle Dienste aber, auch noch so persönlicher Art, die die einzelnen sich selbst nicht zu leisten vermögen, sollen andere ihnen voll Demut erweisen und sich über einen solchen Auftrag glücklich schätzen. …“

(Kartäuser-Statuten, Kapitel 27.2, Die Kranken)

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