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Montag, 11. April 2011
Montag, 17. Januar 2011
Bruno schreibt aus Kalabrien an Radulf - Erläuterung
"Weltflucht", "Verlassen der Welt" – Bedeutung
„Weltflucht“ und andere Variationen dieses Begriffes, sind besser zu verstehen vor dem Hintergrund der Kenntnis ihrer Bedeutung für die jeweilige Zeit. Gerade auch im Zeitalter des heiligen Bruno, im 11. und 12. Jahrhundert, bestand die Kirche in einer ungeheuren Welt-zu-Gewandtheit. Sie ging geradezu unterschiedslos „in der Welt“ auf, lebte gewissermaßen in und mit ihr. Dieses „Aufgehen“ bedurfte einer Korrektur, einer „Gegenbewegung“.
Bruno verließ die Welt, um wie ein Wachposten auf die „Rückkehr des Herrn“ zu warten. Er stellte für sich und für die Kirche, die eschatologische Spannung wieder her. Bruno zeigt damit: Gott ist mehr zu lieben als die Welt; der Schöpfer mehr als das Geschöpf; das Unvergängliche mehr als das Vergängliche. Er nimmt schon die endzeitliche Freude vorweg, indem er dem, was auch wir kennen: Beunruhigungen, Sorgen, Intrigen, Machtstreben, Reichtum und Besitz (Stress) entsagt, um das ewige Leben zu ergreifen.
Weltentsagung ist sicher auch mit der ganz persönlichen Heilsfrage verbunden. Wer sucht den wahren Reichtum und das wahre Glück? Man muss zuerst der eigentlichen Armut und Verlorenheit des Lebens innegeworden sein, man muss die Ärgernisse dieser Welt erfahren haben, um nicht in ihrer Perversion unterzugehen. Nach einem „ruhigen Hafen“ wird ausgeschaut. Ein Hafen, der eine „erlöste Welt“ gegenüber einer „Welt der Sünde und des Todes“ darstellt.
Das „Verlassen der Welt“ im Sinne eines Sich-Zurückziehens aus dem öffentlichen Getriebe, wird im Mittelalter nicht prinzipiell als das „Bessere“ gewertet. Vielen Männern in wichtigen Positionen wurde der Eintritt in einen kontemplativen Orden häufig verwehrt, nämlich mit dem Hinweis ihrer besonderen Verantwortung für die Welt. So sandte auch Bruno den ihm nahestehenden Bischof Hugo von Grenoble, der auch Kartäuser werden wollte, zurück, damit er seine Aufgabe, sein Kirchenamt und deren Pflichten wahrnehme.
(vgl. Greshake/Weismayer, Quellen…, S. 25f)
Sonntag, 16. Januar 2011
Bruno schreibt aus Kalabrien an Radulf, 3
In Liebe erglühen
(3) „Mögest auch Du, lieber Bruder, die Sunamitin (vgl. 1Kön 1,3) (Symbol gottgeweihten Lebens) lieben, auf dass Du durch ihre Umarmungen in göttlicher Liebe erglühst. Wenn diese Liebe einmal in Dir Fuß gefasst hat, dürfte weltliche Ehre, diese trügerische und schmeichlerische Verführerin, Dir wohl zuwider sein und Du vermöchtest ganz leicht den Reichtum mit allen Beunruhigungen und Sorgen, die er mit sich bringt, aufgeben. Ja, Du würdest Ekel empfinden, vor all den Genüssen, die für Körper und Geist ganz und gar schädlich sind.“
(Greshake/Weismayer, Quellen geistlichen Lebens, B. II, Grünewald-V. 1985, S. 25)
Samstag, 15. Januar 2011
Bruno schreibt aus Kalabrien an Radulf, 2
Muße und geruhsame Tätigkeit
(2) „Welchen Gewinn und welche Freude aber die Liebhaber der Einsamkeit und stillen Abgeschiedenheit erhalten, wissen allein die, die es erfahren haben. Denn hier können starke Charaktere nach Herzenslust in sich gehen und in sich ruhen. Hier können sie das Gute, das keimhaft in ihnen angelegt ist, entfalten und voll Freude gleichsam die Früchte des Paradieses genießen. Hier lässt sich jener helle Blick finden, dessen Zauber die Liebe des Bräutigams entfacht (Hld 4,9) und durch den und in dessen Klarheit man Gott schauen kann. Hier herrschen tätige Muße und geruhsame Tätigkeit. Hier teilt Gott denen, die sich abmühen, den ersehnten Kampfespreis zu (2 Tim 4,7), nämlich den Frieden, den die Welt nicht kennt (Joh 14,27), und die Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17). Wer sich hier befindet, ist gleich Rachel die mit ihrer schönen Gestalt und all ihrem Liebreiz von Jakob mehr geliebt wurde, auch wenn sie ihm weniger Söhne gebar als Les, die fruchtbarer war und doch halb blind (Gen 29,17f). Kein Wunder, denn die Kinder der Beschaulichkeit (deren Symbol Rachel ist) sind weniger zahlreich als die Kinder tätigen Lebens (für das Lea steht). Und dennoch wurden Josef und Benjamin (die Kinder Rachels) von ihrem Vater mehr geliebt als ihre Brüder. Wer hier wohnt, besitzt „jenen besten teil, den Maria erwählt hat und der ihr nicht genommen wird“ (Lk 10,42).“
(Greshake/Weismayer, Quellen geistlichen Lebens, B. II, Grünewald-V. 1985, S. 25)
Freitag, 14. Januar 2011
Bruno schreibt aus Kalabrien an Radulf, 1
Stets gespannt erlahmt der Bogen
Dieser Brief Brunos aus seiner ersten Einsiedelei Santa Maria in Torre in Kalabrien an Radulf, der einstmals mit ihm in die Einsamkeit ziehen wollte, aber diesen Schritt nicht wagte. Der Briefabschnitt zeigt uns, wie wichtig Ausgewogenheit im Leben (auch) für den Kontemplativen ist.
(1) „Ich hause in einer Einsiedelei in Kalabrien. Sie liegt ganz und gar abseits von sonstigen menschlichen Ansiedlungen. Dort lebe ich mit anderen Ordensbrüdern zusammen. Einige von Ihnen sind sehr gebildet. Sie alle stehen gleichsam auf göttlichen Wachtposten, „sie warten auf die Rückkehr des Herrn, dass sie ihm sofort öffnen, wenn er anklopft“ (Lk 12,36). Ich kann nicht angemessen genug die herrliche Lage dieser Einsiedelei beschreiben, ihre angenehme und gesunde Luft, die weite und wunderbare ebene, die sich zwischen den Bergen hindurch erstreckt mit ihren grünen Wiesen, blühenden Weiden; weiter ist da der Anblick der Hügel, die sich überall sanft erheben, die stillen schattigen Täler mit vielen lieblichen Flüssen, Bächen und Quellen. Dazu kommen wasserreiche Gärten und die verschiedensten reich tragenden Fruchtbäume.
Aber damit möchte ich mich nicht länger aufhalten, denn natürlich gibt es noch andere Freuden, die für einen weisen weit herrlicher und nutzbringender sind, da es sich um göttliche Freuden handelt. Und dennoch dienen die genannten Freuden häufig der Entspannung und Erholung, wenn der Geist von den recht strengen Weisungen der Regel und von geistlichen Übungen ermüdet und geschwächt ist. Denn wenn ein Bogen ständig gespannt ist, wird er locker und vermag seinen Zweck nicht mehr zu erfüllen."
(Greshake/Weismayer, Quellen geistlichen Lebens, B. II, Grünewald-V. 1985, S. 24f)
Dieser Brief Brunos aus seiner ersten Einsiedelei Santa Maria in Torre in Kalabrien an Radulf, der einstmals mit ihm in die Einsamkeit ziehen wollte, aber diesen Schritt nicht wagte. Der Briefabschnitt zeigt uns, wie wichtig Ausgewogenheit im Leben (auch) für den Kontemplativen ist.
(1) „Ich hause in einer Einsiedelei in Kalabrien. Sie liegt ganz und gar abseits von sonstigen menschlichen Ansiedlungen. Dort lebe ich mit anderen Ordensbrüdern zusammen. Einige von Ihnen sind sehr gebildet. Sie alle stehen gleichsam auf göttlichen Wachtposten, „sie warten auf die Rückkehr des Herrn, dass sie ihm sofort öffnen, wenn er anklopft“ (Lk 12,36). Ich kann nicht angemessen genug die herrliche Lage dieser Einsiedelei beschreiben, ihre angenehme und gesunde Luft, die weite und wunderbare ebene, die sich zwischen den Bergen hindurch erstreckt mit ihren grünen Wiesen, blühenden Weiden; weiter ist da der Anblick der Hügel, die sich überall sanft erheben, die stillen schattigen Täler mit vielen lieblichen Flüssen, Bächen und Quellen. Dazu kommen wasserreiche Gärten und die verschiedensten reich tragenden Fruchtbäume.
Aber damit möchte ich mich nicht länger aufhalten, denn natürlich gibt es noch andere Freuden, die für einen weisen weit herrlicher und nutzbringender sind, da es sich um göttliche Freuden handelt. Und dennoch dienen die genannten Freuden häufig der Entspannung und Erholung, wenn der Geist von den recht strengen Weisungen der Regel und von geistlichen Übungen ermüdet und geschwächt ist. Denn wenn ein Bogen ständig gespannt ist, wird er locker und vermag seinen Zweck nicht mehr zu erfüllen."
(Greshake/Weismayer, Quellen geistlichen Lebens, B. II, Grünewald-V. 1985, S. 24f)
Donnerstag, 13. Januar 2011
Die Kartause „San Bruno“ in Kalabrien -3-
Ruf nach Rom
Im Jahre 1090 wurde Bruno von Papst Urban II. aus der Einsamkeit seiner ersten Gründung in der Chartreuse nach Rom berufen. Das von Kaiser Heinrich IV. und einem Gegenpapst bedrängte Kirchenoberhaupt suchte die Unterstützung bedeutender Theologen, zu denen auch Bruno, sein ehemaliger Lehrer, zählte. Dieser Ruf hätte beinahe das Ende der kleinen Gemeinschaft bedeutet. Bruno konnte seine verzagten Gefährten nur mit Mühe zum Verbleiben unter Führung seines Vertrauten Landuin als Prior überreden.
| LeSueur, Bruno erhält den Ruf Papst Urbans II. nach Rom, 1648, Louvre |
Ruf in die Einsamkeit
Er selbst reiste nach Rom, musste aber mit dem Papst vor den Truppen Kaiser Heinrichs IV. nach Süditalien fliehen. Als ihn Papst Urban zum Erzbischof von Reggio in Kalabrien ernennen wollte, bat Bruno um die Erlaubnis, seiner Berufung getreu, wieder als Einsiedler leben zu dürfen.
Der Heilige erhielt ein Gebiet in Kalabrien, das Torre hieß und dem normannischen Grafen Roger gehörte. Bruno errichte zunächst eine Einsiedelei mit dem Namen Santa Maria. Etwas tiefer liegend wurde das Kloster Santa Maria delle Torre gründete.
| LeSueur, Bruno weißt die Erzbischofswürde von Reggio zurück, 1648, Louvre |
Er, Bruno, der erste Kartäuser kehrte nicht mehr in die Große Kartause zurück, er starb in Santa Maria am 6.Oktober 1101. Er wurde 1514 von Papst Leo X. heilig gesprochen.
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Kartäuser-Autoren, 3
Kartäuserautoren - Kurzbiographien (11-15)
Johannes Gerecht, genannt Landspergius (1489/1490-1539); * in Landsberg bei Augsburg; Studium in Köln; 1530-1534 Prior in Jülich; bedeutendster Vertreter der deutschen Herz-Jesu-Verehrung.
Werke: Opera omnia (Köln 1630; Montreuil 1880-1890 in 5 Bd.).
Antonius de Molina (um 1550-1612), * in Villanueva; Studium in Salamanca; Augustiner; 1589 Kartäuser; großer Einfluss als seelenführer.
Hauptwerk: Instructio Sacerdotum (Burgos 1608); 42 Auflagen und Übersetzungen; beeinflusste damit die Literatur über Priesterspiritualität im 17./18. und bis Anfang 19. Jh. – Molinas Stellungnahme zur häufigen Kommunion der Laien rief den Widerstand der Jansenisten hervor und veranlasste das Buch „Über die häufige Kommunion“ des Antoine Arnauld (1643).
Innozenz Le Masson (1627-1703); * zu Noyon (Oise); 1644 Kartäuser in Montraud; 1676 Prior der Großen Kartause. Nach einem Großbrand entwarf er selbst mit Hilfe eines Konversen die Pläne zum Bau der heutigen Kartause.
1688 Neuausgabe der Ordensstatuten. Er veranlasste die Abfassung einer Geschichte des Kartäuserordens in 3 Teilen: Disciplina Ordinis Cartusiensis; Annales; Ephemerides. Diese Ordensgeschichte erstreckt sich nur bis um 1500 und wurde nach dem Tod Le Massons nicht fortgeführt.
Als entschlossener Gegner des Jansenismus und Quietismus ließ er alle solche in den Kartausen vorhandenen Bücher verbrennen. Mit Erlaubnis des Papstes nahm er in drei Nonnenklöster persönlich die kanonische Visitation vor, um den dortigen Quietismus auszurotten – Die Diskretion ist der Schlüssel zu all seinen Schriften und die Zusammenfassung seiner Spiritualität.
Gabriel Maria Fulconis (1816-1888); * in Saint-Etienne-au-Mont (Nizza); Weltpriester; Oblate in Turin; 1850 Kartäuser in Collegno bei Turin.
Hauptwerk: Die von glühender Liebe zu Jesus und Mariä entzündete Seele (Turin 1864). Zentrum seiner Spiritualität ist die Liebe zum Herzen Jesu, die man durch das Herz Mariä erlangt.
Ludwig Maria Baudin (1869-1926); * in Louvigny (Lothringen); 1889 Kartäuser in Bosserville (Nancy). Nach der Vertreibung der Kartäuser aus Frankreich 1901 in der Kartause Montalegre, dann Cervara.
Hauptwerk: Meditations cartusiennes in 3 Bd. (Parkminster 1926), biblisch-liturgische Betrachtungen für Novizen.
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Kartäuser-Autoren, 2
Kartäuserautoren - Kurzbiographien (6-10)
Hugo de Balma (+1316). Nach 1260 Kartäuser in Paris; größter Theoretiker der Mystik vor Johannes vom Kreuz.
Werke: Viae Sion lugent. De mystica theologia; dt. in: H. Walach, Notitia experimentalis Dei, Anal. Cart. 98:1 (Salzburg 1995), 249-368.
Marguerite d´Oyngt (+1310). Priorin der Kartause Poleteins.
Werke: Oeuvres de Marguerite d`Oyngt (Paris 1965); Pagina Meditationum; Speculum Sancte Margarete virginis Priorisse de Poleteins; Li vie Seiti Biatrix virgina de Ornaciu (im Lyoner Dialekt); Briefe.
Ludolf von Sachsen (um 1295-1377); Dominikaner; 1321 Kartäuser in Straßburg; 1343-1348 Prior in Koblenz; einige Jahre in Mainz; starb im Ruf der Heiligkeit.
Werke: Ennaratio in Psalmos (Straßburg 1491); Vita Jesu Christi (Straßburg 1474); 88 Auflagen und zahlreiche Übersetzungen, 1396 ins Deutsche. Großer Einfluß der Vita Jesu Christi auf die Devotio moderna, auf Theresia von Avila und Ignatius von Loyola.
Dominikus von Preußen (1384-1460); * in Westpreußen; Studium in Krakau; 1405 nach einem Vagabundenleben Kartäuser in Trier.
Werke: Liber experienciae (Hs. In Trier, Stadtbibliothek). Mit den Clausulae Wegbereiter der heutigen Form des Rosenkranzgebets.
Dionysius van Leeuw, genannt der Kartäuser (1402/1403-1471), * in Ryckel, belg. Limburg; Studium in Köln; 1424 Kartäuser in Roermond; 1430-1469 schriftstellerische Tätigkeit.
Werke: Opera omnia (Köln 1532ff.; Parkminster 1896 bis 1936 in 44 Bd.).
Dienstag, 21. Dezember 2010
Kartäuser-Autoren, 1
Kartäuserautoren - Kurzbiographien (1-5)
Hl. Bruno (um1030-1101), * in Köln; Studium in Reims; ab 1055/56 Leiter der Domschule und Kanoniker; zwei Jahre eremitisches Leben in Sèche Fontaine. Im Juni 1084 zog sich Bruno in die Einsamkeit der Chartreuse bei Grenoble zurück. 1090 Ruf Urbans II. an den päpstlichen Hof. 1091 Gründung der Eremitage La Torre in Kalabrien. Tod am 6.10.1101. 1514 Kanonisierung durch Leo X. „vivae oraculo vocis“.
Werke: Brief an Radolf; Brief an die Brüder der Chartreuse; Glaubensbekenntnis vor seinem Tod; Kommentar zu den Psalmen.
Guigo I. (1083-1136). * auf der Burg Romain-de Modanne (Valence); 1106 Eintritt in die Große Kartause; 1109 Prior derselben bis zu seinem Tod.
Werke: Abfassung der Consuetudines Cartusiae; Meditationes; Vita Sancti Hugonis.
Guigo II. (+1192/93). Urkundlich greifbar 1173 als Prokurator der Großen Kartause; im gleichen oder folgenden Jahr Prior derselben
Werke: Scala claustralium, um 1150 in Briefform verfasstes Traktat, der zur Kontemplation führen will. 12 Meditationen, bis vor kurzem nur handschriftlich überliefert.
Adam Scott (*1212). Prämonstratenser in Dryburgh; um 1188 Kartäuser in Witham.
Werke: De quatropertito exercito cella – Deutung der vier Übungen des Einsiedlers: Lesung, Betrachtung, Gebet, Handarbeit.
Guigo du Pont (*1297). 1271 Profeß in der Großen Kartause. In dem Werk „De Contemplatione“ sucht er Anhänger zur Kontemplation zu führen. Das Werk hatte indirekt durch Dionysius den Kartäuser und Ludolf von Sachsen großen Einfluss.
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Bruno spricht
"Der Herr hat alle Sterblichen im Licht geschaffen, um ihnen für ihre Verdienste die höchsten Freuden des Himmels anzubieten.
Glücklich, wer seine Seele auf die Gipfel hin ausrichtet, ohne zu wanken,
und wer sich vor allem Bösen in acht nimmt!
Aber glücklich auch, wer - einmal gefallen - seine Sünde bereut
und wer seine Fehler oft beweint!
Ach! Die Menschen leben, als folgte nicht dem Leben der Tod,
als wäre die Hölle nur eine kurzweilige Geschichte.
Zeigt uns nicht die Erfahrung, dass alles Leben sich im Tode auflöst?
Und bestätigt nicht die Hl. Schrift die Qualen der Hölle?
Unglücklich, ja, wahnsinnig, wer dahinlebt, ohne diese Pein zu fürchten!
Einmal tot, wird er die Höllenglut spüren.
Ihr Sterblichen alle, lebt so, dass ihr die höllischen Sümpfe nicht zu fürchten braucht!"
Helly, A., Bruno von Köln, Der Vater der Kartäuser, Echter-V. 1992, S. 20
Glücklich, wer seine Seele auf die Gipfel hin ausrichtet, ohne zu wanken,
und wer sich vor allem Bösen in acht nimmt!
Aber glücklich auch, wer - einmal gefallen - seine Sünde bereut
und wer seine Fehler oft beweint!
Ach! Die Menschen leben, als folgte nicht dem Leben der Tod,
als wäre die Hölle nur eine kurzweilige Geschichte.
Zeigt uns nicht die Erfahrung, dass alles Leben sich im Tode auflöst?
Und bestätigt nicht die Hl. Schrift die Qualen der Hölle?
Unglücklich, ja, wahnsinnig, wer dahinlebt, ohne diese Pein zu fürchten!
Einmal tot, wird er die Höllenglut spüren.
Ihr Sterblichen alle, lebt so, dass ihr die höllischen Sümpfe nicht zu fürchten braucht!"
Helly, A., Bruno von Köln, Der Vater der Kartäuser, Echter-V. 1992, S. 20
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