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Mittwoch, 13. Mai 2015

Die Jungfrau de las Cuevas und Zurbarán

Ein Dokumentarfilm des spanischen Fernsehen RTVE behandelt die drei großen Gemälde des iberischen Malers Francisco Zurbarán, aus dem Jahre 1655, die er für die Sakristei der Kartause von Santa Maria de las Cuevas arbeitete. Sie befinden sich heute in einem großen Saal des Museum der schönen Künste in der andalusischen Hauptstadt Sevilla (Museo de Bellas Artes de Sevilla) und ist dort ein großer Anziehungspunkt. 

In dem Video, das Sie HIER sehen können, das aber nur mit guten spanisch Kenntnissen zu verfolgen ist, erläutert der Direktor des Museums die Gemälde im Detail. Dabei unterlässt er es nicht, auch auf drei Säulen des Kartäuserlebens hinzuweisen, die der Künster darzustellen versuchte: die Stille, die Verehrung der Jungfrau Maria und die Verdemütigung durch Fasten.

Es sei darauf hingewiesen, dass auch solche, die nichts von der spanischen Sprache verstehen, dennoch viel Freude an den außergewöhnlichen Bildaufnahmen haben werden.


Die Jungfrau Maria wird als die einzige Mutter der Kartäuser bezeichnet. Sie hält ihre schützende Hand über den Orden, seine Nonnen und Mönche. Die Kartäuser knien ihr zu Füßen, während die Engel ihren Mantel halten. - Heilige Jungfrau Maria, beschütze den Orden und seine Mitglieder und Freunde!

Für den Hinweis auf diesen Dokumentarfilm bedanke ich mich bei meinem Freund Roberto, der HIER beheimatet ist.

Siehe auch HIER.
 

Mittwoch, 18. Juni 2014

Der heilige Hugo im Refektorium der Kartäuser

Francisco de Zurbarán (1598-1664) wurde zu einer baskischen Familie in Fuente de Cantos, in der Provinz Badajoz in Spanien geboren. Er studierte Malerei in Sevilla und arbeitete zunächst in Llerena und in Sevilla, wo er, abgesehen von zwei Jahren (1634-1635) die er am königlichen Hof in Madrid verbrachte, lebte und arbeitete. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in Madrid.

Dieses Gemälde sei „eines der komplexesten in Zurbaráns Karriere“, heißt es in der Kunstszene. Es wurde für die Sakristei der Kartause „Cartuja de Santa Maria de las Cuevas“ in Sevilla gemalt. Das Gemälde zeigt die sieben Gründungsmönche des Kartäuserordens. Es zeigt die Begebenheit eines Wunders, welches sich im Jahre 1084 in der Kartause (Chartreuse) ereignet haben soll.


Der heilige Hugo im Refektorium der Kartäuser

Francisco de Zurbarán, 1655

Es war der Sonntag vor Aschermittwoch als Bischof Hugo aus Grenoble kam, um das Kloster zu besuchten. Er brachte neben anderen Gaben auch Fleisch für eine Mahlzeit mit. Als das Fleisch auf den Tellern lag, fielen Hugo und die Mönche in einen tiefen, übernatürliche Schlaf, der 45 Tage andauerte. Bischof Hugo war der erste, der wieder erwachte. Er sah, dass das Fleisch, das er mitgebracht hatte und bereit zum Verzehr auf den Tellern lag, in Asche verwandelt war. Von nun an weigerten sich die Kartäusermönche neben ihrem Verzicht auf alle irdischen Freuden auch vom Verzehr von Fleischspeisen. Die Abstinenz und die körperlichen Kasteiungen sollen ihre geistliche Verbindung zu Gott stärken.

Zurbarán hat sich entschieden, den Moment der größten Dramatik darzustellen. Der gerade aufgewacht Bischof Hugo erkennt plötzlich, dass das Fleisch in Asche verwandelt war. Im Moment dieses Staunens und Erkennens sieht er, wie auch die anderen Mönche langsam aufwachen. Sie haben noch nicht erkannt, was Hugo sieht. Die Botschaft ist klar: Im Luxusleben verfällt der Mönch in einen tiefen Schlaf; erst die Askese befreit die Mönche davon und sie werden erkennen.

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