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Sonntag, 12. Juli 2015

„Sehfrau" in der Kartause

Im Sommer ist üblicherweise auch die Zeit, in der „Sehmänner" und „Sehfrauen" einen ersten Besuch in einer Kartause machen dürfen. Auf diesem Bild sehen wir eine „Sehfrau", die beim wöchentlichen Spaziergang zum erstenmal Kartäuserinnen kennen lernen darf.


Foto © La Croix


Montag, 17. November 2014

Kartäuserinnen in Italien (8/8)

Der Tag einer Kartäuserin

In der Kartause der Dreifaltigkeit sind neben der strengen Tagesordnung auch persönliche Anpassungen, die in Übereinkunft mit der Priorin getroffen werden, möglich.

Die Kirche

Im Allgemeinen gilt folgendes: Die Gebets- bzw. Tageszeiten  des göttlichen Offizium unterscheiden sich Matutin, Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet. Jeder dieser Tagezeiten geht das Offizium der seligen Jungfrau Maria voraus, oder es folgt danach.

Noviziat und Juniorat

Jeder Tag beginnt in der Mitte der Nacht, wenn um 0:15 Uhr in die Kirche die Matutin und die Laudes gesungen werden. Nach ca. 1 ½ Stunden gehen die Schwestern in ihre Zellen zurück um nach dem Marienoffizium den zweiten Teil ihrer Nachtruhe zu beginnen. Um 7 Uhr wird in daselbst die Prim gebetet, wonach sich die Nonne der geistlichen Lesung widmet. Bei der Heiligen Messe, die um 8 Uhr beginnt und im Kartäuserritus zelebriert und im gregorianischen Choral gesungen wird, sind alle Kartäuserinnen anwesend. Im Gehorsam geht anschließend jede Schwester ihrer Arbeit nach, sei es in ihrer Zelle, im Garten, in der Wäscherei, in der Küche oder bei einer anderen Aufgabe.
Refektorium

Am Mittag bekommt die Kartäuserin von der diensthabenden Schwester eine einfache Nahrung in ihre Zelle gebracht. Das Essen besteht, entsprechend den Bedürfnissen jeder einzelnen Schwester,
aus einer Suppe, Nudeln, Reis oder Kartoffeln, und Gemüse; manchmal gibt es Fisch, Eier und Milchprodukte, immer wird Obst gereicht. Auf Fleisch und Fleischspeisen wird verzichtet. Die Ernährung ist gesund und ausreichend. In der Zeit von Kreuzerhöhung bis Ostern, die als traditionelle Fastenzeit der Mönche gilt, gibt es Einschränkungen bei der Nahrungsaufnahme. Besonders in der Quadragesima und in der Adventszeit wird gefastet. - Nach der Vesper kann in der Zelle noch eine kleine Mahlzeit eingenommen werden.

Kapitelsaal

Nach dem Mittagessen kann jede Schwester sich der Lesung hingeben, in ihrem Garten spazieren gehen oder etwas arbeiten. Dazwischen wird durch den Ruf der Glocke immer wieder zum Gebet gerufen. Die Vesper wird in der Kirche gemeinsam gesungen. Anschließend ist in der Zelle freie Zeit bis zur Komplet. Spätestens um 20 Uhr beginnt die Nachtruhe.


Blick über die Klostermauer


Sonntag, 16. November 2014

Kartäuserinnen in Italien (7/8)

Die Kartause von Dego . . . 
liegt auf 550 Meter Meereshöhe in einer abgelegenen und schwer zugänglichen Gegend zwischen den Hügeln der ligurischen Berge und ist umgeben von fast unberührter Natur. Das Gelände hat eine Ausdehnung von etwa 40 Hektar. Die dortigen Kartäuserinnen besitzen verschiedenste europäische Nationalitäten und manche kommen sogar aus anderen Erdteilen. Die seelsorglichen und priesterlichen Aufgaben, wie die Feier der Hl. Messe und die Spendung des Beichtsakramentes, werden von einem oder von zwei Kartäusermönchen erbracht. Ebenfalls unterstützen ein oder zwei Kartäuserbrüder die Arbeit der Nonnen. Die Mönche leben aber abseits von den Nonnen. Das Alter der Kartäuserinnen liegt zwischen Mitte zwanzig und Ende achtzig Jahren.


Lage der Kartause im Wald von Dego

Google-Foto


Informationen dringen im Allgemeinen nur spärlich aus einem Kartäuserinnenkloster. Vor zwei Jahren, im September 2012, legten in der Kartause von der Dreifaltigkeit zwei junge Nonnen die feierlichen Gelübde ab und erhielten die Jungfrauenweihe, die nach dem Kartäuser-Ritus und auf Wunsch mit der Überreichung der Stola verbunden ist. Die „Consecrata virginalis“
"Consecratio virginum" wird dabei vom Bischof vorgenommen und nicht von den Ordensoberen. Die Kartause gehört zur Diözese Aqui (Erzbistum Turin).

 

Rituale der Jungfrauenweihe

Foto: lancora.eu


Der Jungfrauen-Weihe vorstehende Bischof

S.E.Mons. Pier Giorgio Micchiardi Diöz. Acqui, Turin
Foto: lancora.eu


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