Donnerstag, 6. Juni 2013

Deutsche Kartäuser und das „Herz Jesu“, 1

Wie im 13. Jahrhundert das Kloster zu Helfta, so war die Kölner Kartause im 16. Jahrhundert eine besondere Stätte der Herz-Jesu-Verehrung. Auch von hier stammen viele neue Schriften für die Verbreitung der Herz-Jesu-Frömmigkeit, die sich weit über ihre Zeit und die Grenzen Deutschlands erstreckten.

Es ist der Kartäuser Johannes Landsberger, auch Landspergius, (1490 – 1539) den man den Apostel der altdeutschen Herz-Jesu-Verehrung nennen kann. Sein Verdienst besteht darin dass er viel Schönes aus der deutschen Vorzeit in seinen Schriften zusammengefasst und zu wahren gewusst hat:

O welches Glück, alles Gute aus der
unerschöpflichen Quelle
des Herrn Jesu schöpfen zu können!
Wie trostreich, an dieser Quelle der reinsten
und süßesten Freuden sich nach Belieben
laben zu dürfen!
Wie überaus kostbar, ja unvergleichlich ist
der Wohlgeruch deiner Vollkommenheit, o Jesu!

Jesus ladet ein, hinzutreten zu diesem Altar,
zu diesem Heiligtum seines Herzens,
ja er zieht, wie von selbst, die er einladet, an sich heran.
Er ist der Führer derer, die er anzieht,
er stärkt sie so sehr, dass sie fürder, ohne Gefahr zu ermatten,
im Frieden seines Herzens ausruhen können.

O Liebe, unermessen groß,
Die uns aus Jesu Herzen fließt!
O süßes Herz,
Du öffnest weit die Allmacht deiner Güte,
Um uns zu retten um des Lebens Preis. 

(gefunden bei dicebatdismas)

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