Samstag, 4. Januar 2014

Werkzeuge in Seinem Dienst

Doch seien wir sicher, dass der göttliche Herr unserem Sehnen zuvorkommen wird, wenn wir mit Hilfe der Gnade treu die Bedingungen erfüllen, die das Evangelium nennt. Denn Er selbst verlangt danach, Sich hinzugeben und den Menschen Seine Liebe zu schenken, diesen Menschen, die die unendliche Liebe meist mit Undank beantworten und Ihr Werben verächtlich zurückweisen.

Selbst unter denen, die sich offenbar aufrichtigen Herzens Seinem Dienst weihen wollen, findet man oft eine sehr geringe Kenntnis der Forderungen und Gaben der Liebe. Sogar der Eifer, der sie zum Handeln drängt, scheint ihnen eine stille Hingabe, in der sich eine persönliche und lebensvolle innere Beziehung zu Gott entfalten könnte, nicht zu ermöglichen. Aber diese Vereinigung würde ihre Aktivität nicht hemmen. Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass sie die reichste Quelle, die der Schöpfer aufbrechen ließ, so sehr vernachlässigen. Denn Gott will durch unsere Hände wirken, und wir sollen Werkzeuge in Seinem Dienst sein, Werkzeuge, denen in dem Maße Freiheit und übernatürliches Leben verliehen wird, in dem sie sich dem göttlichen Willen überlassen. So kommt der Mensch zu sich selber und wächst über sich hinaus.

„Alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes“ (Röm 8,14).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



Freitag, 3. Januar 2014

Schafft Ihm Raum

Und welch eine Bereicherung bedeutet es für uns, wenn wir dem Geist Christi in uns Raum zu schaffen verstehen, und zwar durch tiefe Sammlung auf den Geist Christi, durch volle Übereinstimmung mit Ihm, durch schweigende Verbundenheit von Seele zu Seele. Das ist's, was der göttliche Meister von uns erwartet. Er will uns so innig mit Sich vereinigt sehen, dass die Sorgen und Pflichten unseres Standes uns keinen Augenblick mehr Seine Gegenwart vergessen lassen.

„Man muss allzeit beten und darf nicht nachlassen“ (Lk 18,1).

Das übersteigt freilich bei weitem unsere natürlichen Kräfte.

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



Donnerstag, 2. Januar 2014

Die Liebe sucht nicht nach Worten,

- sie kümmert sich nicht um hergebrachte Formen und Formeln:

„Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund“ (Mt 12, 34).

In der Begegnung zweier hebender Herzen sagt das Schweigen oft mehr als Worte; denn in ihm vermag sich das übervolle Herz unmittelbarer mitzuteilen. Welche Freude, Jesus ganz hingegeben zu sein und Ihm vorbehaltlos zu gehören!

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



Mittwoch, 1. Januar 2014

Musestunden in der Kartause, Jerez

Rafael Tardio Alonso, Cartuja_Jerez_10

Rafael Tardio Alonso, Cartuja_Jerez_25

Rafael Tardio Alonso, Cartuja_Jerez_26


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