Donnerstag, 25. Juni 2015

Meidung der Todsünde

IL126-Z.12.1a

Wenn ich meine Befriedigung der Ehre Gottes so sehr voran setze, dass ich gänzlich mit ihm breche, dass ich mich vollständig von ihm trenne, so ist das die Todsünde. Sie ist der vollständige, radikale Umsturz der wesentlichen Ordnung meiner Erschaffung, sie ist in mir die Zerstörung des Planes Gottes, sie ist die Unordnung in ihrer ganzen, schrecklichen Verkehrtheit. Ich ziehe mich Gott vor, ich werfe seine Ehre zu Boden, und ich opfere sie meiner Lust.

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150625)


Mittwoch, 24. Juni 2015

Die Frömmigkeit bewirkt diese Rückkehr zu Gott,

IL125-Z.11.7

. . .  korrigiert und zerstört zuerst die wesentliche und fundamentale Unordnung, die meine Befriedigung vor der Ehre Gottes sucht, lässt dann in der Folge nicht mehr zu, dass ich meine Befriedigung fern von Gott und außer ihm suche.
Sie stürzt zuerst die falsche Vorherrschaft meiner Befriedigung, danach unterdrückt sie die Teilung.
Sie kann weder das eine noch das andere dulden, und sie hat keine Ruhe, bis sie beides verbessert hat.
Sie führt mich so zu dem zurück, der mein Herr und mein Gott ist, und sie bewirkt, dass mein Herr der einzige Herr und Meister meines Lebens, dass mein Gott das alleinige All meines Seins wird. Und mit dieser Aufgabe muss ich mich auf der Pilgerschaft meiner irdischen Existenz beschäftigen.

Diese Reise und Rückkehr hat mehrere Haltpunkte, dieser Aufstieg zu Gott hat mehrere Stufen, und diese müssen wir jetzt betrachten.

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150624)


Dienstag, 23. Juni 2015

Gott muss mein Alles sein, einzig mein Alles

IL124-Z.11.6

Ich sage, außer der Ehre Gottes, denn nicht nur ich darf meine Befriedigung nicht vor ihr suchen, - das wäre die wesentliche Unordnung und Verkehrung von Grund aus -, sondern sie darf auch nicht außer ihr gewonnen werden. Wenn ich meine Befriedigung der Ehre Gottes unterordne, trete ich noch nicht in die Fülle der Ordnung. Jene Befriedigung, die ich nicht mehr an erster Stelle suche, kann ich noch nicht in und um der Ehre Gottes willen suchen, sondern im Geschöpf neben der Ehre Gottes. Das heißt, ich kann mein Herz noch an die geschaffene Freude hängen, dort meine Ruhe suchen, anstatt mich ihrer bloß zu bedienen, ohne sie jedoch dem Dienst Gottes vorzuziehen.

Mein Ich ist nicht gegen die Ehre Gottes, auch steht es nicht über aber doch neben der Ehre Gottes. Das menschliche Vergnügen will nicht mehr vorherrschen, aber es will noch mit der Ehre Gottes teilen. Und das ist noch nicht die volle Wiederherstellung der Ordnung. Solange ich mich an etwas außer Gott hingebe, bin ich nicht ganz zu ihm zurückgekehrt und erreiche nicht vollständig mein Ziel. Gott muss mein Alles sein, einzig mein Alles.

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150623)


Montag, 22. Juni 2015

Eitelkeit, Nichts, Unordnung - ist jede Befriedigung

IL123-Z.11.5b

Die Ehre unseres Herrn nimmt unter den Befriedigungen und den Gütern der Schöpfung unbestritten den hervorragendsten Platz ein. Was ist meine Ehre, selbst meine ewige, im Vergleich zur Ehre unseres Herrn? Und wenn unser Herr erklärt, seine Ehre wäre eitel und nichts außer sie ist ausgerichtet auf die seines Vaters, was gilt dann von jeder andern Befriedigung in der Schöpfung? 

Eitelkeit, Nichts, Unordnung ist jede Befriedigung, die außer der Ehre Gottes gesucht wird!

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150622)


Sonntag, 21. Juni 2015

Dem Absterben der Seele entgehen

Wenn wir (schon) alle Sorgfalt aufwenden
und jede Möglichkeit wahrnehmen,
um dem Absterben des Leibes zu entfliehen,
so müssen wir uns noch viel mehr darum bemühen,
dem Absterben der Seele zu entgehen.

Denn wer gerettet werden will,
dem steht nichts im Wege
als allein 
die Nachlässigkeit und Leichtfertigkeit 
der Seele.

(Antonius, Belehrungen, 45)

Fundort: WEISUNGEN


Samstag, 20. Juni 2015

Die Ehre

IL122-Z.11.5a

Es ist wahr, sagt der heilige Franz von Sales, was wir für unser Heil tun, wird ein Dienst Gottes unter der Bedingung, dass wir unser Heil in letzter Absicht auf seine Ehre beziehen.

Es ist auch richtig, wenn wir sagen, unser Heiland habe in dieser Welt zunächst nur unser Heil gewirkt, aber er hat es in letzter Absicht auf die Ehre seines Vaters bezogen. Er selbst sagt ja, dass er nicht gekommen sei, um seine Ehre zu suchen, sondern die Ehre dessen, der ihn gesandt hat; ja, er versichert sogar, wenn er seine Ehre suche, sei seine Ehre nichts, das heißt, sie sei eitel, wenn nicht die Ehre Gottes sein Hauptziel sei (Joh 8,50).

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150620)


Freitag, 19. Juni 2015

Priesterweihe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu

Vor genau einer Woche, am 12. Juni 2015, 
dem Fest des Heiligsten Herzens Jesu, 
wurde Pater Michael Maria, 
Mönch der Kartause Pleterje in Slowenien, 
die Priesterweihe erteilt.
 * * * * * * *
Um ein Gebetsgedenken wird gebeten.


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