Freitag, 21. Februar 2014

Der Heilige Geist

Der Heilige Geist lebt in der Wesenseinheit mit dem Vater und dem Sohn in unserer Seele, betet mit uns und heiligt uns.

„Wißt ihr nicht, dass ihr ein Tempel Gottes seid und der Geist Gottes in euch wohnt?... Der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr“ (1 Kor 3,16-17).

Der Hauch des Vaters und des Sohnes, die unendliche Gabe und der Zeuge des göttlichen Wortes, das Siegel Seiner Einheit ist zu uns gekommen, um das Werk des Erlösers zu vollenden und glorreich zu krönen.

„So sollen wir zum Lobe Seiner Herrlichkeit dienen, die wir schon zuvor unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben. In Ihm seid auch ihr mit dem verheißenen Heiligen Geiste besiegelt worden, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, die frohe Botschaft von euerem Heile, vernommen und den Glauben angenommen habt. Er ist das Unterpfand unseres Erbes, das uns den Loskauf Seines Eigentums verbürgt zum Lobe Seiner Herrlichkeit“ (Eph 1, 12-14).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



Donnerstag, 20. Februar 2014

Kennzeichen der Liebe Gottes

Aus unserer Seele strahlt stark und mild die übernatürliche Kraft der Person Christi. Der Heilige Geist ist der Feuerherd, an dem ihr Eifer sich immer neu entzündet. All ihr Tun, ihr ganzes Wesen trägt die Kennzeichen dieser Liebe.

„Gott hat uns auch Sein Siegel aufgedrückt und den Geist als Unterpfand in unser Herz gegeben“ (2 Kor 1, 21-22).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



Mittwoch, 19. Februar 2014

Vom Sohn zum Vater

Was immer unsere Beschäftigung sein mag, geistige oder körperliche Arbeit, alle unsere Handlungen haben den gleichen hohen Wert, den gleichen Sinn. Jeder unserer Schritte führt uns vom Sohn zum Vater. Unser ganzes Dasein ist so in die ungetrübte Freude des dreifaltigen Lebens eingeschlossen. Vereinigt im Glauben und in der Liebe mir der Person Christi, dessen Werk jetzt das unsere ist, trinken wir das göttliche Leben an seiner Quelle.

„Dass wir in Ihm bleiben und Er in uns, erkennen wir daran, dass Er uns von Seinem Geiste mitgeteilt hat“ (1 Joh 4,13).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



Dienstag, 18. Februar 2014

Keimhaft und dennoch kostbar

Von dem Augenblick an, da unsere Seele als Geliebte von Liebe zu Gott entbrannt ist, strebt sie mit allen Mitteln danach, Ihn immer besser zu erkennen, um sich Ihm noch vorbehaltloser schenken zu können.

Obwohl das, was sie gefunden hat, nicht mehr ist als ein keimhafter Anfang des Gottesreiches, ist es ihr doch so kostbar, dass sie es um keinen Preis mehr veräußern wollte. Ihre Kenntnis Jesu weckt das Verlangen nach tieferer Erkenntnis Seines Wesens. Und was sie von Seiner Liebe verkosten darf, weckt in ihr das Verlangen nach größerer Liebe.

Je besser sie den Schatz erkennt, den sie besitzt, desto mehr wächst ihr Mut, und sie ist bereit, ihn jetzt auch zu verteidigen, jeden Augenblick dafür zu kämpfen, gegen wen immer es sei.

Christus soll in ihrer Seele Gestalt annehmen und heranreifen bis zum Vollalter der Vermählung. Wenn sich die Herzen gegenseitig erschließen, entsteht eine unerschöpfliche Übereinstimmung des Willens und Denkens, ja sogar ihrer zwei Naturen. Es ist ein unaufhörliches Wachsen, das auf Erden kein Ende findet.

Unser Leben lang ringen wir darum, uns vom Vergänglichen zu lösen, wie die Gnade es uns eingibt, damit die unendliche Liebe in uns erstarke. So tun wir nichts mehr, was nicht auf Gott hinzielt, und unser Wille wird von Tag zu Tag gefügiger, sein Weg gerader. Kindlicher Gehorsam in jedem Augenblick vereinigt uns mit dem Leben des Vaters, dem einzigen Ziel unserer Bemühungen, der einzigen Stütze unserer Hingabe.

„Einst wart ihr Finsternis. Jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandele nun als Kinder des Lichtes“ (Eph 5,8).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)




Montag, 17. Februar 2014

Gehorsam

Der von Gott geleitete und erfüllte Geist findet in Gott nichts, was ihn hemmen könnte; er kann sich ungehindert in Gottes Tiefen versenken. Ohne Furcht überlässt er sich Seinem Gott: „Die Liebe hat mich ins Feuer gestürzt.“

Der Gehorsam gegenüber jeder Einsprechung Gottes führt die Seele ihrer ewigen Bestimmung zu. Dort schlägt sie schon in diesem Leben Wurzeln, die nicht mehr ausgerissen werden können, und wo sie nun stetig in der Liebe wachsen kann. Jedes derartige Wachstum in der Liebe schenkt dem Geist eine tiefere Gotteserkenntnis, und die Erkenntnis wiederum entflammt den Willen zu noch innigerer Liebe. Das wieder bewirkt neue Erleuchtung. Das Göttliche wird dann einer solchen Seele so vertraut, dass vor seiner Wirklichkeit alles Irdische verblasst. Wohl sieht sie die vergänglichen Dinge mit ihren leiblichen Augen. Doch sie erscheinen ihr wie fremde Dinge, während sie die göttliche Wahrheit ganz unmittelbar wie einen Gegenstand schaut, der mit ihr fortwährend verwachsen ist.

Die Liebe Gottes beleuchtet so das ganze seelische Leben des Menschen und schaltet jede Unruhe des Geistes und jede Verwirrung des Herzens aus.

„Er hat in mir die Liebe geordnet“ (HI 2, 4).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



Sonntag, 16. Februar 2014

Sankt Bruno

Idealisierte künstlerische Darstellung des heiligen Bruno.
(Eustache Le Sueur, 1616 in Paris-30. April 1655).




Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...