Mittwoch, 29. Dezember 2010

Kartause Maria Hain -3-


Auflösung der Kartause Maria Hain (2)

Im Mai 1962 begann man mit der tatsächlichen Auflösung der Kartause Hain. Der große Umzug begann am 30. November 1963. 71 Tote wurden auf dem Klosterfriedhof exhumiert. Heiligenstatuen wurden zur Reparatur gegeben. Obstbäume, Sträucher, Werkbänke und die Bibliothek: alles musste verpackt und zum Abtransport vorbereitet werden.
Das letzte gesungene Konventamt in der Kartause Hain feierte die Gemeinschaft am 6. Oktober 1964, am Fest des hl. Bruno. Am nächsten Tag war die Vesper das letzte Offizium in der Kirche. Die letzte heilige Messe war am 9. Oktober. Die Kirchenglocke wurde vom Glockenstuhl heruntergenommen, das Uhrwerk wurde verschrottet. Die letzte heilige Messe in der Brüderkapelle feierten der Prior und vier Brüder am 16. Oktober. Andere Klöster und Kirchengemeinden holten das gesamte kirchliche Mobiliar und sonstige Gegenstände ab. Diese wurden nicht verkauft sondern abgegeben. Die Entweihung des Altares war am Allerseelentag, dem 2. November. Ab dem 21. November wurden nach und nach die Gebäude gesprengt. Der Schutt wurde sofort abgefahren. Für die Sprengung der Kirche am 15. Dezember waren 100 kg Dynamit notwendig. Die letzte hl. Messe der Kartäuser war am 21. Dezember 1964 in der Pfortenkapelle.
Am darauffolgenden Tag reisten die letzten Kartäuser aus Hain zu ihrer neuen Kartause ab.
(vgl.: Wego, Maria Hain)

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