Freitag, 31. Dezember 2010

Kartause Maria Hain -5-


Politisch schwierige Zeiten

Noch ehe das Kartäuserleben richtig begonnen hatte musste wegen des Kulturkampfes die Klostergemeinde, bestehend aus 4 Patres und 10 Brüdern, erstmals 1875 aufgelöst werden. Am 1. September reisten die Mönche „in alle Weltgegenden ab, und die junge Kartause blieb zurück, öde und verlassen, Gott sei es geklagt.“ (Wego, Maria Hain, S. 26, Chronik).
Ab 1884 wurden die durch den Leerstand entstanden Schäden behoben und der Weiterbau der Kartause vorangetrieben. Aber erst am 18. August 1890 konnte die Kartause Hain wieder eröffnet werden. Am 5. September 1890 wurden durch den Kartäuserpater Martinus Büschgens, der gebürtig aus Kleve vom damaligen Mainzer Bischof von Ketteler die Priesterweihe erhielt, die Benediction der Kirche und anderen Kapellen vorgenommen. Erst am 21. November 1890 wurde die erste feierliche Konventmesse gesungen. Am folgenden Tag wurde der Rektor Pater Alphons Schmit zum Prior ernannt, dem ersten der vollständigen Kartause Hain. Neun Patres und zwölf Brüder versprachen dem ersten Prior Gehorsam. Die Klausur wurde geschlossen.

Am 10. Oktober 1901 starb Prior Alphons Schmit, der lange Jahre leidend gewesen ist. Der bisherige Novizenmeister Pater Beatus Wiedemann wurde sein Nachfolger als Prior. Nach nur wenigen Wochen verstarb er am 13. Dezember 1901. Sein Nachfolger wurde der bisherige Vikar Pater Mauritius Schmid, nachdem der Generalprior alle stimmberechtigten Patres befragt und diese in verschlossenen Umschlägen ihre Meinung kundgetan hatten. In der Kartause Hain durften sich auf staatliches Geheiß von 1904 (!) nur deutsche Staatsbürger aufhalten.
(vgl.: Wego, Maria Hain)

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