Sonntag, 15. Januar 2012

Goldener Brief 3-6

(Es gibt wieder Einsiedler)

3. Wir hörten es mit unseren Ohren (Ps 17,45) und konnten es nicht glauben. Wir lasen es in den Büchern und staunten über den alten Ruhm des Einsiedlerlebens und über die große Gnade Gottes in ihm. Doch plötzlich fanden wir es in den Fluren des Waldes (Ps 131,6), auf dem Berge Gottes, auf dem fruchtbaren Berg (Ps 67,16), wo schon die Schönheiten der Wüste Frucht bringen und die Hügel sich mit Freude umgürten (Ps 64,13).

4. Dort nämlich erscheint durch euch dieses Leben schon vor allen, in euch zeigt es sich, bisher unbekannt, wird es bekannt. Mit Hilfe weniger einfacher Menschen führt er selbst es uns vor Augen, der mit Hilfe weniger einfacher Menschen sich die ganze Welt unterworfen hat, zur Verwunderung der Welt.  Mögen nämlich die Wunder, die der Herr auf Erden wirkte, gewiss auch groß und göttlich gewesen sein, dieses eine aber überstrahlte alle anderen und erleuchtete alles übrige, dass er, wie gesagt, mit Hilfe weniger einfacher Menschen sich die ganze Welt und die ganze Erhabenheit ihrer Weisheit unterworfen hat. Dieses Wunder begann er nun auch in euch zu wirken.

6. Ja, Vater, so ist es vor dir wohlgefällig (Mt 11,26). Denn du hast das vor den Weisen und Klugen dieser Welt verborgen und den Kleinen geoffenbart (Mt 11,25). Fürchtet euch also nicht, kleine Herde, spricht der Herr, sondern seid voll Vertrauen, denn es hat Gott, dem Vater, gefallen, euch das Reich zu geben (Lk 12,32).

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