Sonntag, 8. Dezember 2013

Dom Jean-Louis de Nicolai und die Unbefleckte Empfängnis

Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts, lebte in der Großen Kartause (La Grande Chartreuse) der ehemaliger General der russischen Armee und nunmalige Kartäuser Dom Jean-Louis de Nicolai.

Es war der Abend des 6. Dezember 1880, als Dom Jean–Louis auf dem Rückweg nach La Grande Chartreuse durch Schnee- und Eisglätte am Wegrand stürzte und in eine steil hinab führende Schlucht fiel. Er war verletzt und unfähig, sich zu bewegen. Völlig hilflos, der eisigen Kälte ausgeliefert, empfahl er sich der Unbefleckten Jungfrau Maria, deren Fest am übernächsten Tag, dem 8. Dezember, gefeiert wurde.

Tatsächlich fand ihn am Morgen des Marienfestes, nachdem er fast zwei Tage im Schnee ausgeharrt hatte, durch göttliche Vorsehung, ein Hirtenjunge. Dieser war für den Leidenden wie ein von Gott gesandter Engel, der geschickt wurde, um sein Leben zu retten. Es war höchste Not.
                    
Dom Jean–Louis war es in seinem früheren Berufsleben gewohnt zu gehorchen und besonders in seinem ganzen religiösen Leben die Tugend des Gehorsams zu üben. So erwies er sich in diesem Gehorsam als treuer Diener Mariens. Er erhielt die große Gnade, dass auch sein Tod ein Akt des Gehorsams sein sollte.

Er litt schwer unter den Folgen seines Unfalls, - bis zum Fest Mariä Reinigung am 2. Februar. Seine Qualen dauerten immer noch an und es gab keine Anzeichen einer Besserung. Sein Beichtvater, Dom Vincent, der Vikar des Hauses, sagte zu ihm: „Heute ist ein schöner Tag um zu sterben, lieber Vater. Es läutet für die Komplet. Ich gehe, und bitte Unsere liebe Frau, unsere Mutter, dass Sie ihr Fest in einer besseren Welt feiern können.

Der sterbenskranke Kartäuser verspürte bald Veränderungen in sich vorgehen, und wenig später starb er. So hat Gott seine Seele den Händen Marias übergeben, an dem Tag, als sie ihren Sohn Jesus, im Tempel von Jerusalem aufgeopfert hat.

Unser Tod ist wie das Echo unseres Lebens.
Wenn unser ganzes Leben im Gehorsam unter dem Willen und unter dem Wohlgefallen Gottes zugebracht wird, und wenn wir unseren Willen der Leitung unseren geistlichen Führung und des Heiligen Geistes anvertrauen, werden wir in der Fülle, den dieser Akt der Hingabe an unseren himmlischen Vater hervorbringt, sterben - eine Haltung, die uns das Verdienst des Martyriums bringt.

Kartäuser-Gebetshaltung

 

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