Samstag, 3. Oktober 2015

Rasura

Wenn in der Kartause "Rasura" angeschlagen wird, dann erhalten die Mönche ihren monatlichen "Haarschnitt". Die Rasura ist kein beliebiger Anlass um wieder einmal miteinander zu plaudern oder den neuesten Tratsch zu erfahren, wie es meistens bei einem Friseur der Fall ist. Sie ist, so könnte man sagen, ein "heiliger Akt". Im Schweigen wird dem Mönch das Haupthaar geschoren. Ein heiligmäßiger Bruder erfüllt diese Aufgabe in großer Demut, Gewissenhaftigkeit und Frömmigkeit. Abschließend wird der Mönch selbst, in einem Akt großer Demut und Dankbarkeit, sein eigenes Haar zusammenkehren und in einem Eimer entsorgen.

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