Dienstag, 12. April 2011

Gott schauen, 47

2. Die Hingabe des Herzens, 2

(Landspergius, Sermo ad Dominicam Ium Adventus, Opera omnia, I,10)
  
(2)  Gott missfällt es auch,
wenn wir ihm unser Herz verkaufen, 
wenn wir ihm nur um des himmlischen Lohnes willen dienen. 
Gewiss ist der himmlische Lohn nichts anderes als Gott selbst. 
Dennoch ist eine solche Liebe nicht rein, weil sie in erster Linie 
auf den eigenen Nutzen sieht und allzu sehr sich selbst sucht.
Darum will Gott, dass wir ihm unser Herz gänzlich schenken, 
so dass wir ihm auch unentgeltlich dienen würden, 
also nicht um unseretwillen, sondern um Gottes willen, 
damit er geehrt und gelobt wird, weil er vollkommen ist, 
obwohl er unseres Lobpreises und unserer Ergebenheit nicht bedarf. 
Der heilige Johannes Chrisostomus sagt mit Recht, 
dass unser Lohn umso größer sein wird, 
wenn wir nicht in der Hoffnung auf Lohn wirken, 
sondern um Gott zu gefallen.

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