Sonntag, 18. März 2012

Über die Zelle

Aus den Consuetudines - (Kap. XXXI)

1. Nun wenden wir uns wieder der Zelle zu. - Der Zellenbewohner soll mit Eifer und Sorgfalt darüber wachen, keine Gelegenheit zum Verlassen der Zelle auszusinnen oder zuzulassen, außer denen, die für alle angeordnet sind. Vielmehr halte er die Zelle für sein Heil und sein Leben so notwendig, wie das Wasser für die Fische oder die Hürde für die Schafe. Und je länger er in ihr verweilt, desto lieber wird er sie bewohnen. Wenn er sich aber daran gewöhnt, häufig und aus geringfügigen Gründen auszugehen, wird sie ihm bald lästig fallen. Darum ist ihm vorgeschrieben: er solle das, was er braucht, zu den festgesetzten Zeiten erbitten und das Empfangene mit aller Sorgfalt hüten.

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