Freitag, 21. März 2014

Er will alles

Es ist der innigste Wunsch, das höchste Verlangen einer solchen Seele, ganz Gott zu gehören, nur für Ihn zu leben. Nichts darf in ihr sein, was die reine Flamme nicht in Ihn umwandelte. So versteht der gottgeeinte Mensch das Wort des Meisters, Er werde über jede unserer Handlungen, ja über das unbedeutendste Wort Rechenschaft fordern. Denn Gott begnügt Sich nicht mit einer begrenzten Hingabe;  Er will alles, was wir tun, alles, was wir sind. Alles soll von göttlichem Leben durchdrungen werden, bis die Seele endlich sprechen kann:
„Alles, was mein ist, ist Dein, und alles, was Dein ist, ist mein.“

Nun nimmt das göttliche Wort die Seele mit sich hinein in den Schoß des Vaters, wo Er von Ewigkeit her lebt.

„Niemand kennt den Vater als nur der Sohn und der, dem der Sohn es offenbaren will“ (Mt 11, 27).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



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