Freitag, 11. Juli 2014

Bruno der Kartäuser - Brief an Radolf, Propst in Reims (4/15)

Einsamkeit und Schweigen deuten auf die göttliche Liebesvereinigung, die in der Kontemplation besteht.

-VII- Denn hier können starke Charaktere nach Herzenslust in sich gehen und in sich ruhen. 

Hier können sie das Gute, das keimhaft in ihnen angelegt ist, entfalten und voll Freude gleichsam die Früchte des Paradieses genießen.

Hier lässt sich jener helle Blick finden, dessen Zauber die Liebe des Bräutigams entfacht (vgl. Hld 4,9) und durch den und in dessen Klarheit man Gott schauen kann.

Hier herrschen tätige Muße und geruhsame Tätigkeit.

Hier teilt Gott denen, die sich abmühen, den ersehnten Kampfespreis zu (2 Tim 4,7), nämlich den Frieden, den die Welt nicht kennt (Joh 14,27), und die Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17).


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