Donnerstag, 9. Juni 2011

Gott schauen, 81

(Dionysius der Kartäuser, De profectu spirituali, VI, Opera omnia, 40,479-480):


 Gewöhne dich daran, 
beständig dein Herz zu Gott zu erheben. 
Tue dir heilsame Gewalt an 
und verjage die nichtigen Zerstreuungen 
aus deinem Bewusstsein. 
Vor allem aber ist es die Liebe, 
die uns mit dem Geliebten vereint. 
„Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz“ (Mt 6,21). 
„Wo die Liebe ist, da ist dein Auge! (Augustinus).
Wer sich also bemüht, 
von Tag zu Tag in der göttlichen Liebe zu wachsen, 
wird erfahren, dass es nicht nur möglich, 
sondern leicht und lieb ist, 
den Geist zu Gott zu erheben. 
So wird er sich ständig an Gott erinnern, 
wenn er arbeitet, isst oder schläft, 
sogar wenn er mit jemandem spricht. 
Wie das Feuer ständig nach oben steigt, 
so erhebt die Liebe den glühenden Geist zu Gott, 
in dem allein wir 
Ruhe und Frieden finden.

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