Mittwoch, 11. April 2012

Vergessen der Welt

Aus den Consuetudines - (Kap. LXXIX)

3. Man soll nicht mit Geschenken rechnen, die uns eventuell geschickt werden. Denn wir dürfen nicht sichere Lasten um unsicherer Wohltaten willen auf uns nehmen, die wir weder annehmen noch ohne große Gefahr einlösen können. Vielmehr muss man in Rechnung stellen, was diese Einöde, in der wir leben, durch Ackerbau oder Weidewirtschaft erbringen kann. Wenn man das beachtet, vermag die genannte Anzahl von Personen hier zu leben, doch unter der Bedingung, dass sie mit der gleichen Hingabe wie bisher an der Demut, Armut, Nüchternheit in Nahrung und Kleidung und den anderen Dingen zum gemeinsamen Gebrauch festhalten und so schließlich im Vergessen der Welt und in der Liebe zu Gott, für den alles ertragen und getan werden muss, von Tag zu Tag voranschreiten.

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