Samstag, 24. August 2013

Transparent

Je innerlicher die Seele wird, desto klarer erkennt sie das Wirken Gottes in sich.
„Sein unsichtbares Wesen läßt Sich seit Erschaffung der Welt durch Seine Werke mit dem Auge des Geistes wahrnehmen, Seine ewige Macht wie Seine Göttlichkeit“ (Röm 1, 20).

Der Glaube wird wie transparent und läßt unter dem Schleier der Zweitursachen das Wirken der ewigen Liebe erkennen. Die Sonne des unendlichen Seienden durchströmt alles mit ihrem Licht und ihrer Wärme; in allen Dingen ist das Beglückende ihrer Strahlen deutlich zu spüren. Mögen wir von der himmlischen Schau auch noch weit entfernt sein, wir erfreuen uns doch jetzt schon der göttlichen Gegenwart und fühlen, daß unser Leben in der Hand Gottes hegt.
„Ist Er doch keinem von uns fern“ (Apg 17, 27).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



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