Mittwoch, 12. Januar 2011

Die Kartause „San Bruno“ in Kalabrien -2-



Der Papst in der Kartause

Der 5. Oktober 1984 war ein Höhepunkt für die Kartause San Bruno.  900 Jahre nachdem der hl. Bruno in die Einsamkeit der Chartreuse  eingezogen ist, nahm dies Papst Johannes Paul II. zum Anlass, den Kartäusern einen Besuch abzustatten. Er besichtigte die Kartause, er sprach und betete mit den Mönchen. In einer Ansprache an die Mönche gerichtet, sagte er:

 „Euch sind die Lebensumstände der Brüder, die an die Pforte eurer Einsamkeit klopfen, nicht fremd. Sie nehmen ihre Probleme, ihre Leiden, die Schwierigkeiten des Lebens mit zu euch. Vermittelt ihnen, trotz aller Rücksichtnahme auf die Erfordernisse eures kontemplativen Lebens, die Freude Gottes, versichert ihnen, dass ihr für sie betet, dass ihr eure Entbehrungen aufopfert damit auch sie Kraft und Mut an der Quelle des Lebens schöpfen, die da ist Christus.“

Papst Johannes Paul II. mit Kartäusern in San Bruno am  5.Oktober 1984


Auch zum Todestag des hl. Bruno am 6. Oktober 2001 sandte Papst Johannes Paul II. eine Botschaft an die Kartäuser:
„Im Herzen der Wüste, diesem Ort der Prüfung und Reinigung des Glaubens, führt der Vater die Menschen auf einen Weg der Enteignung, der alle Logik des Habens, des Erfolgs und des illusorischen Glücks in Frage stellt.“
„Ich lade darum die Mitglieder der Kartäuserfamilie ein, durch die Heiligkeit und Einfachheit ihres Lebens auch weiterhin eine Stadt auf dem Berg und eine Lampe auf dem Leuchter zu sein (vgl. Mt 5,14-15). Verwurzelt im Wort Gottes, gesättigt von den Sakramenten der Kirche, unterstützt vom Gebet des heiligen Bruno und der Brüder, sollen sie für die ganze Kirche und im Herzen der Welt „Orte der Hoffnung und der Entdeckung der Seligpreisungen" bleiben, „Orte, an denen die aus dem Gebet, der Quelle der Gemeinschaft, schöpfende Liebe zur Logik des Lebens und zur Quelle der Freude werden soll" (Vita consecrata, Nr. 51)! Als wahrnehmbarer Ausdruck einer Opfergabe des ganzen Lebens, welches in Vereinigung mit dem Leben Christi geführt wird, ruft das Leben in der Klausur dadurch, dass es die Gefährdung des Daseins spüren lässt, dazu auf, nur auf Gott allein zu zählen.“
In diesem Jahr, am 9. Oktober 2011, wird Papst Benedikt XVI. nach Kalabrien reisen. Dort wird er die kalabrische Diözese Lamezia Terme besuchen. Und 27 Jahre nach seinem Vorgänger Papst Johannes Paul II. wird auch er der Kartause San Bruno einen Besuch abstatten und damit dem Kartäuserorden seine außerordentliche Verehrung zeigen.

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