Donnerstag, 9. Oktober 2014

Charakterskizzen des heiligen Bruno (1/15)

Wie können wir uns den heiligen Bruno vorstellen?
Welche Charakterzüge statteten in aus?

Etwas über die Charaktereigenschaften eines Menschen zu erfahren, der schon vor 913 Jahren starb, ist nicht ganz einfach. Vor allem dann, wenn er selbst nicht sehr viel geschrieben hat, bzw. von Augenzeugen nicht viel von ihm berichtet wurde. Wir verlassen uns auf wissenschaftliche Studien, die Pater Gerardo Posada in seinem Buch „Der heilige Bruno. Vater der Kartäuser“ nach Jahrzehnte dauernden Arbeit niedergeschrieben hat

Seine Charaktereigenschaften werden skizziert aus Geschehnissen, aus Zeugnissen und Dokumenten, sowie aus Briefen.

Bruno besaß einen von Ehrgeiz freien, edlen, feinfühligen, wahrheitsliebenden, reflexiven Geist. Mit Ruhe geht er vor und ist empfänglich, andere zu verstehen. Die Ereignisse versucht er zu beurteilen und wird es noch in der Todesstunde tun.

Sein Vorzug liegt freilich im inneren Leben. Seine Briefe zeigen, wie er Eindrücke aufnimmt und darüber meditiert, ohne sich dabei bequem in die Vergangenheit zu flüchten. Seine Pläne verbleiben nicht im Zustand der Sehnsucht oder des Traumes. Sein Gemütsleben, verbunden mit seiner Aufmerksamkeit für die ihn umgebende Natur, die Felder, Täler und Hügel Kalabriens ist tief und stark.

(Vgl. Gerardo Posada, Der heilige Bruno, Kapitel: Güte - Weisheit – Einfachheit, 157ff)


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