Montag, 6. Juli 2015

Alles zu seiner Zeit

IL135-Z.12.5c

Das gleiche soll hier der Fall sein. Ich will mich gegen Furcht oder Übereilung schützen. Ich will den göttlichen Plan über mein Leben bis in seine Höhen erwägen, ich will mir darüber in aller Ruhe Rechenschaft geben, ohne mich gleich vom Anfang an zu fragen, wie ich zu dessen Ausführung kommen werde. Denn es ist nicht gut, die Arbeiten zu vermischen und zu vermengen.

Ich will mich also daran machen, zuerst das Ziel zu studieren, und ich will es gut studieren. Die Fragen über die Wege und Mittel werden dann zu ihrer Zeit und an ihrem Platz behandelt werden.

Mag Ungeduld, schwankende Befürchtung über Unwahrscheinlichkeiten, mag Entmutigung aufsteigen, ich werde mich nicht bei ihnen aufhalten. Jeder Gegenstand soll zu seiner Zeit, jede Frage an ihrem Platze besprochen werden.

Das vorsichtshalber vorausgesetzt, kehre ich nun zur Betrachtung dieser ersten Stufe der Frömmigkeit zurück, die in der Meidung der Todsünde besteht.

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150706)


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