Freitag, 30. Dezember 2011

"Ableger" der Kartäuser

Monastische Familie von Bethlehem,3

Die Kartäuser sind der bedeutendste Eremitenorden der katholischen Kirche. Nicht nach Zahlen, weltweit gehören der Gemeinschaft nur ein paar hundert Mönche an. Sie leben einen Spagat: Sie sind Einsiedler, die dennoch in naher klösterlicher Gemeinschaft leben. Beten, essen, arbeiten, das geschieht in einer Eremitage. Innerhalb der Kirche sind die kontemplativen Orden hoch angesehen - sie gelten als ein Selbstvergewisserungsinstrument, das sich ausschließlich um einen Aspekt des Kerngeschäfts kümmert.

Die Kleinen Schwestern von Bethlehem, auch Monastische Familie von Bethlehem genannt, sind im strengen Sinn keine Kartäuser, orientieren sich aber an der Ordensregel des heiligen Bruno, der 1084 mit der Grande Chartreuse das heute noch existierende Stammhaus der Kartäuser in den französischen Seealpen baute. Weltlich berühmt ist es durch den Kräuterlikör Chartreuse. Das Leben der dortigen Mönche wurde 2005 von dem deutschen Dokumentarfilmer Philipp Gröning kongenial in „Die große Stille“ dokumentiert. Er hatte mehr als zehn Jahre auf die Drehgenehmigung warten müssen. In den Kartausen regiert ein anderes Zeitmaß.

Die erste Klosterkirche der Kinderalm

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