Dienstag, 20. Dezember 2011

Das Gebet der Einfachheit, 17

a) So schreibt der hl. Bruno (1035-1101) an seinen Freund Raoul le Verd: "Welchen Gewinn und göttlichen Genuss die Einsamkeit und das Schweigen denen bereiten, die sie lieben, das wissen nur die, welche es verkostet haben. Denn hier können mutige Männer, so oft sie es wünschen, bei sich Einkehr halten und verweilen. Hier sucht man voll Eifer jenes geistige Auge, dessen Lächeln den Bräutigam zur Liebe verwundet und dessen Reinheit Gott schaut. Hier lebt man in einer Muße voller Geschäftigkeit und verharrt in einer Tätigkeit voller Ruhe. Hier verleiht Gott seinen Kämpfern den begehrten Lohn für die Kampfesmühe: den Frieden, den die Welt nicht kennt und die Freude im Heiligen Geiste" (Lettres des premiers Chartreux, Sources Chretiennes tom. 88, Paris 1962, S.70; Erneuerte Statuten 1, 6, 16).

P. Bruno Burgener, P. Hubert Blüm, Kartäuser

Cist-Chron 137, 1977-3

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