Sonntag, 11. Dezember 2011

Das Gebet der Einfachheit, 8

Er verlässt jetzt allmählich die Erwägungen und Gespräche mit sich selbst und mit Gott und begnügt sich mit einem liebevollen Blick der Seele auf den Geliebten. Je länger er in diesem Zustand verbleiben kann, umso besser ist es; denn dann kann der Heilige Geist an ihm sein Werk vollbringen. Bei diesem Gebet tut die Seele scheinbar wenig und erhält doch viel; denn sie hält sich an die Quelle des Lichtes und der Liebe und trinkt in langen Zügen das göttliche Leben. So nähert sie sich immer mehr Gott, ihrem einzigen und höchsten Gut, ihrem ersten Anfang und letzten Ziel.

P. Bruno Burgener, P. Hubert Blüm, Kartäuser

Cist-Chron 137, 1977-3

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