Donnerstag, 22. Dezember 2011

Das Gebet der Einfachheit, 19

c) Hören wir noch zum Schluss einen lebenden Kartäuser: "In der unkörperlichen, geistigen Welt ist Einfachheit zugleich Vollkommenheit. Das geistliche Leben geht denselben Weg. Die verschiedenen Übungen der Frömmigkeit, in denen sich die Seelenkräfte am Anfange des Gebetslebens mehr oder weniger zerstreuten, bekommen einen einzigen Sinn. Auch hier heißt es: aus der Vielfalt zur Einheit! Die religiösen Übungen werden zu einem einzigen Akt, der mehr empfangen als hervorgebracht wird. Er besteht darin: Gott in uns sein zu lassen. Man kann ihn heißen: liebe, Glaube, Vertrauen, Anbetung, Dank oder Sühne. Alle diese Worte oder Begriffe werden gleichbedeutend und scheinen ineinander überzugehen im Glühen des Herzens, in weichem das Leben der göttlichen Liebe leuchtet" (P. van der Meer de Walcheren, Das weiße Paradies, München 1930, S. 119-120).

P. Bruno Burgener, P. Hubert Blüm, Kartäuser

Cist-Chron 137, 1977-3

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