Montag, 2. Juni 2014

Zeugnis einer Kartäuserin-Aspirantin (1/5)

Eine junge Frau beantwortete einige Fragen zu ihrer Berufung als Kartäuserin. Der Text wurde zusammengefasst und anonymisiert.

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Wie kamen sie mit Kartäuserinnen in Kontakt? Wie erkannten sie, dass sie eine geistliche Berufung haben und ob ihnen der Lebensstil in der Einsamkeit der Kartause zusagen könnte?

Zuerst nahm ich zum Prior der Kartause in meinem Heimatland Verbindung auf. Er erzählte mir vom Kartäuserleben; er war sehr nett. Wir redeten miteinander, auch über mögliche Sprachbarrieren, die in einem fremden Erdteil auf mich zukommen würden. Pater Prior brachte mich in Kontakt mit der Priorin eines Kartäuserinnen-Kloster in Europa. Dann war es ganz leicht miteinander zu kommunizieren. Ich fühlte in mir sofort eine starke Anziehungskraft zu diesem Kartäuserinnen-Kloster. Aber ich zögerte zunächst noch, weil ich dachte, alles wäre vielleicht nur so eine Art Schwärmerei, wie eine Sehnsucht nach der großen Liebe. Davor hatte ich Angst, ebenso davor, dass ich für diese Berufung auf einen anderen Kontinent gehen musste. Ich betete viel um Klarheit. Eines Tages bat mich mein geistlicher Führer, ich solle mich prüfen und meine Berufungsentscheidung vor die Wahl stellen: Karmel oder Kartause. Ich wählte die Kartause. Die Berufung zur Stille, zum Schweigen und zur Einsamkeit, dieses Leben, nur für Gott da zu sein, ganz in ihm zu leben, und natürlich für allen Menschen, - das wollte ich. In der Kartause sind Stille und Einsamkeit sehr stark ausgeprägt.


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