Freitag, 6. Juni 2014

Zeugnis einer Kartäuserin-Aspirantin (5/5)

Eine junge Frau beantwortete einige Fragen zu ihrer Berufung als Kartäuserin. Der Text wurde zusammengefasst und anonymisiert.

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Jetzt sind sie wieder zuhause, was werden sie nun tun?

Nach drei Monaten kehrte ich mit schmerzerfülltem Herzen zu meiner Familie zurück. Aber ich kam wieder, in der festen Überzeugung, so schnell wie möglich in die Kartause zurückkehren zu können. Alle meine Verwandten und Freunde begrüßten mich herzlich; sie veranstalteten sogar ein Fest, aber ich war nervös und niedergedrückt, weil diese Menschen mich nicht verstehen konnten, auch nicht, dass ich unter der Trennung von der Kartause litt. Mir fehlte die Stille; ich fühlte mich wie ein Fisch ohne Wasser; ich hatte das Gefühl, nicht mehr zu dieser Welt zu gehörten. Jetzt werde ich warten müssen, Geduld haben und beten. Gott wird mir ein Zeichen geben, um mich endgültig zu entscheiden. Die Kartäuserinnen werden mir ihre Antwort geben. Alle Anzeichen dafür, dass der Herr mich senden will, stehen gut. - Ich will bereit sein, mich IHM ganz zu schenken, seiner Liebe.

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Bald durfte die junge Aspirantin wieder nach Europa reisen um Kartäuserin zu werden.


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