Donnerstag, 4. September 2014

Eine Stätte des Gebets – Die Kartause Maria-Hain (4/8)

Die Nackten bekleiden mit dem königlichen Gewande Christi selbst.

„Und nun wagt es der Karthäuser, über sein Leben zu urteilen: „Je tiefer und reiner ein solches Leben vitalster Glaubens- und Liebesverbundenheit mit Christus gelebt wird, umso mehr wird es auch in übernatürlich vitaler Weise das Leben der Kirche befruchten und die überströmenden heiligen und heiligenden Kräfte eines in völliger Selbstlosigkeit tief in Christo gelebten Lebens den Gliedern der Kirche, die ja im gleichen göttlichen Leben Christi miteinander, zutiefst und zuinnigst verbunden sind, mehr und mehr zuführen” (aus dem Brief eines Karthäusers). Der Karthäuser wagt es zu glauben, daß von dem, was ihm in Fülle geschenkt wird in seinem Christenleben, etwas überströmt auf die Brüder und Schwestern in Christo.

Auch er meint das Gebot zu erfüllen, daß er die Nackten kleide, aber mit dem königlichen Gewande Christi selbst; in seiner Verbundenheit mit den Gliedern des Leibes Christi hilft er, denen, die da hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, Speise und Trank göttlichen Lebens zu reichen. Und so wagt er denn, seinen Dienst ein Apostelamt, einen „schweigenden Apostolat” zu nennen. So will er nicht in einer privaten Einsiedelei leben, im Gegenteil ist das Feld seiner Wirksamkeit die ganze Welt - ohne daß er je einen Erfolg, eine Frucht seines Tuns sehen könnte. Im Bewußtsein der Solidarität mit allen Gliedern Christi, „in erschreckender Verantwortung” will er sein Leben leben in der Hingabe an Christus und alle seine Brüder. Den letzten Sinn seines Lebens sieht er in einer tiefen Opferweihegemeinschaft mit Christus; die eigentliche Regel seines Lebens ist das Hohepriesterliche Gebet Johannes 17.“


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