Mittwoch, 24. September 2014

Eine neue Kartause in Deutschland (8/11)

Regungen natürlicher Selbstsucht verfälschen

„Die Kartäuser wollen das Gotteslob feiern als Beauftragte der Kirche, als ihre Glieder und ihr Mund. Nigg zitiert dazu: „Diese Menschen, die ihr Bittgebet zu dem Allerhöchsten empor senden, während die anderen schlafen oder sich fleischlichen Genüssen ergeben, sind die Wächter der Ewigkeit. Sie teilen die Nachtwache der Engel und Hirten auf dem nächtlichen Feld von Bethlehem.” Dabei begründen die Kartäuser das Sinnvolle ihres verborgenen Betens mit dem tiefen Zusammenhang des Leibes Christi und dem verborgenen Strömen der Kräfte des göttlichen Geistes in eben diesem Leibe - darum können sie ihren Dienst „einen schweigenden Apostolat” nennen. Sie wagen es zu glauben, daß von dem, was ihnen in Fülle geschenkt wird in ihrem Christenleben, etwas überströme auf die Brüder und Schwestern in Christus. Auch der Kartäuser meint das Gebet zu erfüllen, daß er die Nackten kleide, aber mit dem königlichen Gewände Christi selbst. In seiner Verbundenheit mit den Gliedern des Leibes Christi hilft er denen, die da hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, Speise und Trank göttlichen Lebens zu reichen. So will er nicht in einer privaten Einsiedelei leben; er weiß, daß jede leise Regung der natürlichen Selbstsucht alles verfälscht.“


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