Mittwoch, 3. September 2014

Eine Stätte des Gebets – Die Kartause Maria-Hain (3/8)

(Fortsetzung des Geheimnisses der Menschwerdung)

„Begründet wird diese Auffassung des Gebetslebens der Mönche vom Wissen um die Kirche als den Leib Christi. Es wird festgehalten, daß der Ausdruck „Leib Christi” nicht ein bloßes Bild für das Verhältnis der Kirche zu Christus sei, sondern daß er eine Wirklichkeit bezeichnet. Es gibt eine „tiefe organische Verbundenheit” aller Christen zu einem geheimnisvollen, aber sehr wirklichen pneumatischen Leib, der Kirche. Und wie in dem natürlichen Menschenleib alles Leben getragen ist vom pulsierenden Blut, so ist alles Leben der Kirche getragen von der Gnade, in deren Strom wir erstmalig eingetaucht werden in der Taufe.

So ist all unser Tun das Tun von Gliedern Christi; wir handeln nicht so, als ob wir es wären, wir sind es (genau so wie wir unserm Bruder nicht begegnen, „als ob” es Christus wäre nach Matthäus 25, 40 - in ihm ist Christus!). Der Mensch, der als Christ lebt und handelt, darf damit ein unbegreifliches Wunder an sich geschehen lassen: Unser christliches Leben ist eine geistige, aber sehr wirkliche Fortsetzung des Geheimnisses der Menschwerdung des ewigen Logos.“


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