Freitag, 5. September 2014

Eine Stätte des Gebets – Die Kartause Maria-Hain (5/8)

Sein eigenes kleines Ich geht im Gebet der Kirche unter.

„Inhaltlich ist das Gebet des Karthäusers das liturgische Gebet der Kirche; auch in der Einsamkeit geht sein Beten auf den Ton „wir” und niemals „Ich”. Mit dem Gebet der Kirche soll seine Seele sich so ganz erfüllen, daß sein eigenes kleines Ich darin untergeht - nur eine ganz knappe Zeit in dem langen Tageslaufe ist für eigene, persönliche Meditation bestimmt, damit nur ja kein Egoismus aufkomme, damit nur „Betende Kirche” sei. Denn das weiß der Mönch, daß jede leise Regung der natürlichen Selbstsucht alles verfälscht, daß hier nicht von Verdienst und Werkerei geredet werden darf, daß auch dieses sicher schwere und opfervolle Leben der völligen Hingabe an Christus und seine Kirche nur Geschenk Gottes, nur Gnade ist.“


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