Mittwoch, 3. Juni 2015

Die Frömmigkeit als Gewohnheit

IL108-Z.10.2a

Denn nicht im einzelnen Akt, Gott zu sehen, zu lieben und zu suchen, besteht die Frömmigkeit. Die Frömmigkeit ist ein Habitus (eine Gewohnheit). Wie jeder Habitus besteht auch er darin, leicht und schnell die ihm eigentümlichen Akte zu verrichten. Die Leichtigkeit, die Fertigkeit, in allem Gott zu sehen, zu lieben, zu suchen, bildet die Tugend der Frömmigkeit. 

Die Tugend der Andacht, so nennt sie der heilige Franz von Sales, besteht nicht in der Beobachtung der Gebote, sondern in der Fertigkeit und Willigkeit, mit der sie beobachtet werden. Die Andacht, die ja nichts anderes als eine allgemeine Tugend und der geistigen Trägheit entgegengesetzt ist, gibt uns eine Fertigkeit im Dienste Gottes.

(Dom François de Sales Polien, IL, 20150603)



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