Sonntag, 14. Juni 2015

“Ordenación”

- So nannte der spanische Maler Martín Ruiz Anglada (Ruizanglada) sein Bild.
Anglada sah in seinem Schaffen die Verherrlichung der Religion als eine wichtige Konstante. 
Er behandelte u. A. Fragen nach der Gnade und das Leben der Kartäuser.
Zu diesem Bild heißt es:

Unter den gotischen Bögen, eine Ewigkeit aus weiß,
geschlossen und doch geöffnet – ins Weite.
Die Zusammensetzung des Bildes enthält ein Ganzes,
das den Blick nach innen führt.
Der Blick soll ohne Bewertungen sein, wie ein stilles Gebet,
ja, ganz aus dem Innern kommend.
Die Zeit vergeht – zeitlos. Das zeigt der Maler,
der selbst so oft versuchte, ein Mönch zu werden.
Er versucht es, - er eröffnet den Tunnel der Zeit
und deutet zeitlose, göttliche Ewigkeit an.
Unter diesen Bögen, werden sich die Tage verlängern,
wie bei der Verklärung auf dem Berg, als das Licht brannte
und sie nicht mehr weggehen wollten.
In den weißen Gewändern gehen sie über einen Schmelzpunkt hinaus . . .
und sie erreichen, was sie sehen.
Dazu die Abbildung eines Engels, gesandt, als Bote, als Vermittler.
Seine Flügel, ein Gesicht und einen verschwindenden Körper.
Zwei neue Mitglieder treten hinzu, sich dem Ziel ausliefernd.
 
Ruizanglada (1929-2001).
Ordenación (195x150cm ),
Acryl auf Leinwand 1986
Palacio de Sastago de Zaragoza




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