Donnerstag, 17. März 2011

Gott schauen, 36

Die Faszination Gottes, 5


(Augustin Guillerand, Écrits spirituels, I,69):
Die Schönheit der Schöpfung ist nur ein schwacher Abglanz von dem,
was du mir vorbehältst, bis ich dich voller Entzücken unverhüllt schauen darf.
Was du von dir in deine Werke ausgegossen hast, ist mir dennoch kostbar.
Sie sind zwar nur blasse Schatten von dir, nichtsdestoweniger
weisen sie auf dich hin, lassen mich an dich denken und lassen mich ahnen,
was du bist. Ihre Unvollkommenheiten sagen mir, was du nicht bist.
Ich stehe gleichsam am Rand eines bodenlosen Abgrundes
und vermag nur mit geschlossenen Augen und anbetend
in dich einzudringen. Dann schenkst du meinen Augen ein neues Licht,
das Licht der Liebe, das dieses geheimnisvolle Leben erhellt.

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