Montag, 14. November 2011

Die Freude Kartäuser zu sein, 20

(leicht veränderter Bericht aus einer Veröffentlichung von chartreux.org)
(was hier für Männer beschrieben ist, gilt ebenso für Frauen analog den Bedingungen)

Die Einsamkeit und das Schweigen

Die Gesetzgebung des Ordens strebt danach, diese Einsamkeit und das Schweigen zu bewahren und zu begünstigen, welche zugleich die markantesten Züge der Spiritualität der Wüste und somit der Kartäuserspiritualität sind.

Ein praktisches Beispiel: Die Statuten untersagen einem Kartäuserpater, außenstehenden Personen als Beichtvater oder Seelenführer zu dienen, was in sich exzellent sein kann, aber nicht auf der Linie der kontemplativen Berufung liegt. Diese Konsequenz wird nicht immer verstanden, aber genau das ist es, was die Kirche heute von einem Kartäusermönch erwartet.

So hat auch das II. Vatikanische Konzil zum Ausdruck gebracht, worin die Pflicht der Kontemplativen besteht: „Die gänzlich auf die Kontemplation hingeordneten Institute, deren Mitglieder in Einsamkeit und Schweigen, anhaltendem Gebet und hochherziger Buße für Gott allein da sind, nehmen – mag die Notwendigkeit zum tätigen Apostolat noch so sehr drängen – im mystischen Leib Christi, dessen „Glieder nicht alle den gleichen Dienst verrichten“ (Röm 12,4), immer eine hervorragende Stelle ein.» (Perfectae caritatis 7). Das Schweigen? - mag sein, dass dies das Wort ist, dessen die Welt heute am meisten bedarf.


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