Donnerstag, 17. November 2011

Die Freude Kartäuser zu sein, 23

(leicht veränderter Bericht aus einer Veröffentlichung von chartreux.org)
(was hier für Männer beschrieben ist, gilt ebenso für Frauen analog den Bedingungen)

Das Fasten der Kartäuser beginnt am 15 September, will sagen dem Tag nach dem Fest der Kreuzerhöhung, und es dauert bis Ostern, also etwa sieben Monate. Es besteht darin, nur eine wirkliche Mahlzeit am Tag (mittags) zu sich zu nehmen. Am Abend gibt es eine „Kollation“, welche in der Regel aus einem Stück Brot und Wein besteht.

Jede Woche gibt es einen Tag, den man „Abstinenztag“ nennt. An diesem Tag begnügt man sich in der Kartause mit Brot und Wasser. In der Regel fällt dieser Tag auf den Freitag, zum Gedenken der Passion des Herrn, aber wenn es vorkommt, dass während der Woche ein Festtag ist, dann findet die Abstinenz am Vigiltag des Festes statt. 

Essensschalter ehem. Kartause Buxheim, Foto ©P.Badde

Gemäß einer sehr alten Tradition, welche bis auf den Hl. Bruno zurückgeht, isst man in den Klöstern des Kartäuserordens niemals Fleisch und es wird dort auch niemals anderen Personen Fleisch serviert, wer auch immer sie auch sind.

Die Anpassung an unsere Lebensform erfordert von den Postulanten und Novizen Zeit und Vorsicht. Deshalb werden sie Novizen schrittweise an die Gebräuche gewöhnt, unter der wachsamen Kontrolle des Novizenmeisters, der ihnen die angemessenen Ratschläge erteilt.

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