Donnerstag, 24. Januar 2013

Goldener Brief 286

Das vollkommene Leben

286. Wenn die der Weisheit gleichgeformte Vernunft sich ein Gewissen bildet und das Leben ordnet, dann sucht sie in den niederen Bereichen des Wissens die Unterwerfung und das Genügen der Natur, im Bereich der Schlussfolgerung und des Denkens sucht sie die Ordnung des Lebens, im Erlangen der Tugend formt sie ihr Gewissen. Vom Niedrigen gefördert,  vom Höheren unterstützt, schreitet sie so voran zudem, was recht ist. Durch das Urteil des Verstandes, durch die Zustimmung des Willens, durch die Zuneigung der Seele und durch die Ausführung des Werkes beeilt sie sich aufzubrechen zur Freiheit des Geistes und zur Einheit, damit, wie schon so oft gesagt wurde, der treue Mensch ein Geist wird mit Gott (1 Kor 6,17).

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