Donnerstag, 31. Januar 2013

Goldener Brief 291

291. Wenn also der Geist an seine Ähnlichkeit mit Gott denkt, muss er sein Denken vor allem in dieser Hinsicht formen und gestalten, dass er ganz und gar vermeidet, sich selbst wie einen Körper zu denken. Gott aber darf er sich nicht nur nicht wie einen Körper denken, wie etwas Räumliches, sondern auch nicht wie einen Geist, wie etwas, das sich ändern kann. Geistiges ist nämlich insofern von der Eigenschaft und Natur der Körper verschieden, als es von jeder örtlichen Umgrenzung entfernt ist. Was aber göttlich ist, überragt alles sosehr, sowohl Körperliches als auch Geistiges, wie es frei ist von jedem Gesetz des Ortes oder der Zeit und von jedem Verdacht auf Veränderlichkeit. Es bleibt unveränderlich und ewig in der Seligkeit seiner Unveränderlichkeit und Ewigkeit.

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