Sonntag, 10. Februar 2013

Goldener Brief 300

300. Darum muss der Denkende sich in allen Dingen demütigen und in sich dem Herrn, seinem Gott, die Ehre geben. Er muss in der Schau Gottes sich selber gering werden, sich in der Liebe zu seinem Schöpfer jedem menschlichen Geschöpf unterwerfen (1 Petr 2,13), seinen Körper als heiliges, lebendiges, Gott wohlgefälliges Opfer darbringen, als seinen geistigen Gottesdienst (Röm 12,1). Vor allem aber soll er nicht weiser sein, als es sich geziemt, sondern weise sein in Nüchternheit, nach dem Maß des Glaubens, das ihm von Gott gegeben ist (Röm 12,3). Er soll das Gute seines Lebens nicht vor den Menschen zur Schau stellen, sondern in seiner Zelle verheimlichen und in seinem Gewissen verbergen. Und dieses Wort soll er immer wie eine Aufschrift über seinem Gewissen und über seiner Zelle haben: "Mein Geheimnis ist bei mir, mein Geheimnis ist bei mir" (Jes 24,16).

(Ende des Textes)


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