Dienstag, 7. Mai 2013

Dionysius der Kartäuser

 . . . Dionysius Carthusianus, bzw. „Dionysius der Kart(h)äuser“,
wird oder auch nach seinem Geburtsort  „Dionysius van Leeuwen" (oder „van Leeuw“) genannt; aber auch „Denys le Chartreux“ oder „Denys de Ryckel“.

Bereits HIER habe ich etwas zu diesem berühmten Kartäuser gepostet und zwar im Zusammenhang mit dem katholischen Carthusianus-Verlag. Dort habe ich auch einige (auch eigene) Fotos gezeigt.

Er wurde in Rijkel, (in dem kleinen Weiler Leeuwen) im heutigen Bistum Hasselt (belg. Limburg), als Kind von einfachen Eltern um 1402/03 geboren. Sehr  früh zeigte der Jüngling Neigung zum Studium. Bereits vor seinem 20. Lebensjahre bat er um Aufnahme bei den Kartäusern. Doch man riet ihm, weil er noch so jung war, zunächst ein  Studium zu absolvieren. Er studierte in Köln von 1421 bis 1424 und erreichte den Magister artium.

1425 wurde er Kartäuser in Roermond (Kartause St. Bethlehem Mariae) in den Niederlanden (niederländ. Limburg). Dort wurde er um 1433 Prokurator der Kartause.  Von 1466 bis 1469 war er Rektor einer Neugründung (Bois-le-Duc = ’s-Hertogenbosch, auch Den Bosch oder Herzogenbusch, in niederländ. Nord-Brabant), die ein Misserfolg war und wo er seine „physischen Kräfte vergebens verausgabte“.

Wie so manchen Kartäuser bewegten auch ihn die drängenden Fragen der Zeit. So wurde die Einsamkeit seiner Zelle der Ort der Suche nach der Wahrheit nicht nur für sich alleine sondern für all jene, die sich an die Mönche wandten. Selbst der berühmte Kardinal Nikolaus von Kues nimmt ihn als Begleiter mit auf seiner großen Visitationsreise (1452) durch die Gebiete von Maas und Rhein und zum Friedensvermittler zwischen dem Herzog von Geldern und seinem Sohn zu werden.

Dionysius äußert er sich zur Konziliarsidee und zur Reform der Kirche. Auch hindert ihn sein beschauliches Leben nicht, in verschiedenen Schriften Irrlehren zu bekämpfen, darunter auch den Islam.

Dionysius der Kartäuser starb am 12.3.1471.

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Dionysius hat nach eigenen Angaben 141 Werke verfasst. „Theologiegeschichtlich gesehen ist Dionysius in seinen ersten Werken Thomist. In den späteren Hauptwerken ist er mehr nach Albert (dem Großen) orientiert. Durch seine Vielseitigkeit hat er die Lehren aller großen Scholastiker an seine Zeitgenossen weitergegeben" (H. Gleumes).

Die Werke des Dionysius wurden ab 1530 unter Leitung des Kölner Kartäusers Dietrich Loher gedruckt.





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