Dienstag, 21. Mai 2013

Zum 1000sten

Zu diesem kleinen Jubiläum kommt heute
der heilige Bruno selbst zu Wort.

Er schrieb in einem Brief an einen Freund (Radolf, Propst von Reims) und gibt damit ein Zeichen für die „geistliche Freundschaft“ unter jenen, die vom gleichen Ziel überzeugt sind:

„In Dir erblicke ich die Treue zu einer alten und erprobten Freundschaft, die umso schöner und bewunderungswürdiger ist, als man ihr unter Menschen sehr selten begegnet.

Denn obgleich einer vom anderen durch die weite Entfernung der Länder und durch einen Zeitraum von Jahren körperlich getrennt ist, konnte man Dich von der liebevollen Zuneigung zu Deinem Freund nicht wegreißen. Das haben Deine so liebenswürdigen Briefe bewiesen, mit denen Du mich als Freund beschenkt hast und Deine so großmütig ausgeschütteten Wohltaten nicht nur über mich, sondern auch über […] um meinetwillen, und durch weitere Anzeichen. Darum sage ich Deiner Güte Dank, der Deinen Verdiensten zwar nicht gleichwertig ist, doch aus der reinen Quelle der Liebe fließt.“

* * * * * * *

Und seinen Brüdern in der Chartreuse schreibt Bruno aufmunternd:

„Freut euch, dass ihr die Ruhe und den sicheren Hafen erreicht habt. Denn viele möchten dorthin gelangen, und viele setzen alle Kräfte in Bewegung, um ihn zu erreichen und kommen doch nicht ans Ziel.“

Hl. Bruno -15. Jh.
(Missal Quotidiano e vesperal, 
por Dom Gaspar Lefebvre, 1952)



Kommentare:

  1. Der 1000. Post, nehme ich an?

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum. Die Einspeisung der tiefen Weisheit der Wüste in den Rummel des Internets ist mir, und ich bin sicher auch vielen anderen, ein häufiger Impuls zur Ruhe und geistlichen Vertiefung. Danke dafür.

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    1. Ja, so ist es. Vielen Dank und beste Grüße zurück!

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  2. Vielen Dank für Ihren wunderbaren Blog!

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