Mittwoch, 15. Januar 2014

Blick in den Abgrund göttlichen Erbarmens

Niemals hat eines Menschen Zunge Worte gesprochen wie Jesus im hohenpriesterlichen Gebet, wo Er für Sich selbst das feierlichste Zeugnis ablegt, wo die lebendige Wahrheit uns Ihr Geheimnis verrät, wo das Wort bittet, daß Seine Getreuen eins mit Ihm seien, wie Er mit dem Vater eins ist. Niemals stieg ein Gebet zum Himmel auf so heilig wie dieses und in so vollkommener Hingabe gesprochen wie dieses Geber des Gottmenschen. Kein Flehen war je so machtvoll, so sicher der Erhörung wie das Seine. Dieses Gebet läßt uns einen Blick in den Abgrund des göttlichen Erbarmens tun. Es ist ein lichtvolles Wort, ein Aufruf, uns ohne Furcht Gott zu nahen. Es zeigt uns die Größe der göttlichen Herablassung.

„Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche Deinen Sohn, damit Dein Sohn Dich verherrliche. Du hast Ihm ja Macht verliehen über alles Fleisch, damit Er allen, die Du Ihm gegeben hast, das ewige Leben schenke“ (Joh 17, 1-2).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)



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