Donnerstag, 23. Januar 2014

Der neue Geist

Seitdem wir dem Sohn Gottes eingegliedert sind, dürfen wir hoffen, zu einer innigen Vertrautheit mit Ihm zu gelangen. Dies ist das Ziel unserer Wünsche und Anstrengungen. Er selber wächst ja in uns und weitet unser Inneres, so daß wir jeden Tag fähiger werden, die göttliche Gnade in uns aufzunehmen. Der von der Gnade umgestaltete Mensch schöpft mit allen seinen Kräften aus den überreichen Schätzen des göttlichen Wortes. Gleichzeitig löst er sich immer mehr von sich selber und hüllt sich in die Heiligkeit Christi. Durch diese Eingliederung in Christus werden wir mit immer neuen Gaben überschüttet, mit der Kraft des Heiligen Geistes, mit der vergöttlichenden Macht der Gnade und mit der Herrlichkeit, von der dieses Leben der Vereinigung geheimnisvoll erfüllt ist.

„Als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte zieht an herzliches Erbarmens Güte, Demut, Sanftmut und Geduld“ (Kol 3, 12).

„Mag auch unser äußerer Mensch aufgerieben werden, unser innerer erneuert sich Tag für Tag“ (3 Kor 4, 16).

(vgl. Sendung der Stille, Kartäuserschriften für Christen von heute, 1957)





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